Kindergeburtstag: 7 wertvolle Tipps zum Geld sparen und nachhaltig feiern

Letzte Woche hatte unsere Tochter Neah ihren dritten Geburtstag, den wir erstmalig mit ihren Freunden gefeiert haben und nicht nur mit der Verwandtschaft.

Wir haben uns lange Gedanken darüber gemacht, was wir unserer Tochter schenken möchten. Kurz stand ein Trampolin zur Debatte, weil sie es über alles liebt, zu hüpfen. Diesen Gedanken haben wir jedoch schnell wieder verworfen, denn so ein Müll-Monster im Garten stehen zu haben wollten wir eigentlich beide nicht und gesundheitlich förderlich soll es in dem Alter ja auch nicht sein.

Außerdem: sie ist drei geworden. Warum um Himmels Willen ein paar Hundert Euro ausgeben?! Und brauchen wir das wirklich? Braucht unsere Tochter das wirklich? Nein, es ist ein Luxusgut und hüpfen kann sie schließlich auch im Turnverein oder auf dem Spielplatz in der Nähe oder im Kindergarten.

Dann kam uns in den Sinn, ihr einen Kassetten-Recorder zu schenken, weil sie bisher immer nur die CDs von Kian mitgehört hat. Und warum neu kaufen? Eine dreijährige Grobmotorikerin mit Wutanfällen braucht etwas Stabiles und etwas, wobei wir nicht ums Geld weinen, wenn sie es doch schafft, es zu zerstören. So kam ich auf die Idee, bei Ebay-Kleinanzeigen nach ihren Geburtstagsgeschenken Ausschau zu halten. Und ich wurde fündig: Ein Kombigerät aus Kassetten-Funktion mit CD-Spieler und Radio für 15€ zur Abholung ein paar Orte weiter. Und eine nette Frau, die die alten Kassetten ihrer Kinder verschenken wollte. Ihr habe ich 6€ für die Versandkosten überwiesen und bekam einen großen Karton voller Kassetten mit Geschichten von Benjamin Blümchen über Bibi Blocksberg bis hin zu Wendy und diversen Disney-Geschichten. Wow!

Dazu gab‘ es noch neue Malstifte, einen Malblock und ihre veganen Lieblingsgummibärchen.

Meine Mama hat in den 80ern ein Geburtstagsritual eingeführt, welches ich direkt weiterführe: bei uns werden Geburtstagsgeschenke nicht unnötig in Papier eingepackt, sondern immer unter einem großen Handtuch, Bettlaken oder einer Tischdecke versteckt. Dieses Versteck-, Rate- und Suchspiel macht unheimlich Spaß – probiere es unbedingt mal aus!

Wir haben uns auch davon getrennt, das Haus in ein Meer aus bunter Deko zu verwandeln und mit tausenden Luftballons zu schmücken. Wir haben zwei Girlanden, die wir immer zum Geburtstag aufhängen. Dazu einen Folienballon, den wir kurz vorm Geburtstag neu mit Gas (bei EDEKA für 0,50€) befüllen lassen. Diese Deko kommt jedes Jahr wieder zum Einsatz und ist sonst im Schrank verstaut. Dazu kommen 1-2 Luftballons, solange die Kids noch kleiner sind. Bald werden diese dann durch Blumen ersetzt. Mit ein bisschen Konfetti (ggf. mit dem Locher selbst machen) kann man schon viel machen und den Geburtstagstisch bunt und fröhlich gestalten 😊 Und das war’s auch schon mit der Geburtstagsdeko.

Ich könnte einen kompletten Beitrag nur mit den Leckerein ausschmücken, die ich für die Krippe und unsere Gäste zuhause gemacht habe, aber hier fasse ich mich kurz und verlinke euch die Rezepte, die ich zum Teil etwas umgewandelt habe.

Für die Krippe gab‘ es vegane Miniküchlein im Waffelbecher mit veganer Deko und Erdbeeren.

Zum Kaffee für die Erwachsenen habe ich zwei Kuchen gebacken (beide vegan und glutenfrei, um allen gerecht zu werden). Einen Apfelmus-Gugelhupf und einen sagenhaften Schokokuchen! Was uns und die erwachsenen (nicht veganen) Gäste am Meisten begeistert hat, war der Schokoladenkuchen mit Zucchini und Süßkartoffeln. Keiner konnte erraten, aus was der bestand, aber alle mochten ihn. 😉 Der war übrigens auch ruckzuck aufgegessen, obwohl er so satt macht.

Für die Kleinen gab‘ es sowohl zum Empfang als auch zum Abendessen Fingerfood:

Zur Kaffeezeit habe ich (bereits am Vorabend gebacken) aus den Miniküchlein im Waffelbecher Muffins gemacht, da das Rezept ursprünglich für einen Kuchen war (übrigens habe ich den weißen Zucker durch Bio-Rohrohrzucker und etwas Vanille-Süße ersetzt und in der Menge reduziert). Es reichte für insgesamt 16 Waffel-Küchlein und 8 Muffins. Dazu gab‘ es Erdbeeren, weil sie gerade saisonal und regional zu bekommen sind (die gäbe es an Kians Geburtstag nicht, da er im November hat. Da würde ich dann zum Beispiel eher zu Apfel und Birne greifen).

Was immer praktisch ist: Grissini-Stangen. Ich habe die Vollkorn-Variante gekauft, sie zu 2/3 in Zartbitterschokolade (i. d. R. vegan) getaucht, bzw. mit einem Backpinsel die geschmolzene Schokolade aufgetragen, und mit Krokant verziert.

Einige vegane Fruchtgummi und die kleinen leckeren Bites von Veganz habe ich noch auf das Kinderbuffet gegeben – so war für jeden etwas dabei 😊 Da ich nicht immer alles in den Läden um die Ecke finde, kaufe ich alle 6-8 Wochen einmal online ein in meinem Lieblingsshop*:

Die Auswahl ist riesig und es gibt immer wieder großartige Aktionen wie z.B. ‚Versandkostenfrei‘ oder ‚10%Rabatt‘ 😉

*(Info: Dies ist ein Affiliate-Link. Bitte kaufe nur, wenn du dir zu 100% sicher bist, dass du deine gekaufte Ware nicht retournierst – der Umwelt zuliebe!)

Was gibt man den Gästen mit?! Schluss mit Mini-Plastiktüten gefüllt mit Plastikspielzeugmüll und unendlichen vielen Süßigkeiten als Mitgebsel. Ganz ehrlich: als Mama sucht man verkrampft nach irgendwelchem Billigkram, damit man die Tüte schön vollstopfen kann. Aber welchen Sinn macht das? Eigentlich keinen, oder? Während ich das Abendessen vorbereitet habe, hatte Jens die ehrenvolle Aufgabe, mit den Kindern Topfschlagen zu spielen. Unter dem Topf haben wir je einen Lolli und einen dicken, dreifarbigen Buntstift versteckt.  Das ist auch gleichzeitig das Mitgebsel gewesen. Zack – erledigt 😉

Zum Abendessen wollte ich zuerst Nudeln machen, habe mich dann aber für eine gesündere und praktischere Möglichkeit entschieden: Fingerfood. Gemüsesticks aus Gurke, Paprika, Möhre, dazu Minitomaten, vegane Mini-Wiener, mit Ketchup und Hummus zum Dippen und leckere Kartoffelrösti aus dem Backofen. Fingerfood geht immer, oder? Und gerade Rohkost läuft bei den Kleinen sowieso viel besser, als gekochtes Gemüse. Ich habe mich hiervon inspirieren lassen.

Und hier nun einige wertvolle Tipps für dich:

Tipp 1: überlege dir rechtzeitig (am besten Monate im Voraus) sinnvolle Geschenke, die dein Kind wirklich braucht. Die Kinderzimmer platzen oft aus allen Nähten und der Massenkonsum überfordert die Kinder und auch unsere Umwelt. Sieh‘ ein paar Monate voraus. Kommt vielleicht ein Ereignis auf euch zu, an dem du viel auf einmal kaufen musst (Schulanfang, Hochzeit, Urlaub, etc.)? Vielleicht kannst du jetzt schon etwas für ‚später‘ schenken.

Tipp 2: schau bei Ebay, Ebay-Kleinanzeigen, Mamikreisel, auf dem Flohmarkt usw. nach gut erhaltenen Dingen. Du sparst dadurch Geld und schonst die Umwelt 😊 Du kannst auch Freunde/Familie bitten, nichts Neues, sondern gut erhaltenes, gebrauchtes zu schenken.

Tipp 3: spare Zeit und Geld und schone die Umwelt, indem du die Geschenke nicht einpackst, sondern sie unter einem Tischtuch versteckst und das Geburtstagskind (auch Erwachsene) darf sich nach und nach ein Geschenk herausziehen. Unser Sohn hat so vor einigen Jahren auch sein erstes Fahrrad bekommen – geht alles 😉

Tipp 4: kaufe einmalig die Deko für alle folgenden Geburtstage. Eine Girlande für alle zum Beispiel. Einen Folienballon kann man immer wieder für wenig Geld mit Gas befüllen lassen. Konfetti ist mit dem Locher ruckzuck selbst gemacht und die Kinder lieben es, damit zu werfen! (Staubsauger sollte vorhanden sein 😉)

Tipp 5: reiche ein bunt gefülltes Muffinblech voller Gemüse oder Obst, dazu vielleicht Brezeln, Dips, etc. Das kannst du gut zum ‚Kaffee‘ anbieten aber auch zum Abendessen. Es sieht gut aus, wenn du (wir sollen ja sowieso den Regenbogen essen lt. Thomas – The Habit Rabbit ) viele bunte Gemüse wählst und frisches Obst – natürlich bestenfalls passend zur Saison und möglichst regional.  Es ist einfach ein optischer Hingucker und verleiht dazu, beim Gesunden zuzugreifen.

Tipp 6: schau, dass du ein leckeres Rezept findest, welches du entweder verdoppelst oder unterschiedlich zubereitest.  Zum Beispiel ein Kuchenrezept, aus dem du einen Kuchen und viele Muffins backst. Das spart deine wertvolle Zeit und Energie, da der Backofen sowieso schon läuft.

Tipp 7: Schluss mit Mini-Plastiktüten gefüllt mit Plastikspielzeug, was niemand braucht und unendlich vielen Süßigkeiten als Mitgebsel. Überlege dir, sofern du den Gästen etwas mitgeben möchtest, was sie wirklich gebrauchen könnten. Einen dicken Malstift mit verschiedenen Farben bietet sich bei kleineren Kindern an; Schulkinder verlieren ständig Radiergummi oder Anspitzer und freuen sich auch über ein Notizbuch (aus Recyclingpapier).

>>> Wir sind gespannt auf deine Inspirationen!!! 😊 Welche sind deine Tipps und vor allem nachhaltige Ideen, die besonders einfach und praktisch sind für einen Kindergeburtstag?

Bitte folgt uns und gebt uns einen Daumen hoch - Danke! 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Welt retten findest du gut? Dann sag's doch bitte weiter: