Wald: ohne ihn kein wir

Wir nutzen es täglich und mehrfach. Wir nutzen es in der Küche, im Büro, in der Schule und auf dem Klo. Es ist heute so selbstverständlich für uns, dass wir vergessen, wie wertvoll es ist: Papier. Stell dir nur mal einen einzigen Tag vor, an dem du kein Papier zur Verfügung hast. Es fängt morgens auf der Toilette an. Ganz schön ungewohnt, das große Geschäft ohne Papier abzuschließen, oder? Zeitung, Einkaufszettel, Rechnung, Vertrag, Taschentuch, Zeitschrift, Verpackung, Buch, Küchenrolle, Umzugs- oder Versand-Karton – wir sind uns des immensen Verbrauchs gar nicht so wirklich bewusst. Und das wird uns zum Verhängnis, denn…

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Was ist „Wert“ – und wenn ja wie viel?

Treffen wir freie Kaufentscheidungen? Im letzten Beitrag habe ich Dir 12 Standardformen eines Produktes gezeigt. (Du hast den letzten Beitrag nicht gelesen? Klick hier!) Viele Produkte sind heute eher in Mischformen als in reinen Standardformen vorzufinden. Dennoch finde ich es spannend, wenn ich mittlerweile erkenne, wie systematisch die Geschäftswelt uns mit Produkten und dessen Bewerbung begegnet. Es braucht nicht wirklich viele Bücher, um diese Welt mit anderen Augen zu sehen.  Das ist jedoch lediglich der Anfang, denn es wird immer raffinierter um unsere Aufmerksamkeit gebuhlt. Auch ich erwische mich noch heute dabei, Dinge zu kaufen, die eigentlich nicht auf meiner…

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Gestatten, ich bin DEIN Produkt

Heute soll es um das Produkt an sich gehen. Was für Produktarten gibt es eigentlich, die uns einen gewissen Wert vermitteln, für den wir bereit sind im Tausch unser Geld herzugeben? – Natürlich nur dann, wenn wir aktuell auch einen Bedarf für solche Produkte haben.  Wo kein Bedarf vorhanden ist, ist die Wertigkeit von Produkten völlig egal.  Zum Beispiel habe ich vor einiger Zeit die Entscheidung getroffen, kein Fleisch mehr zu essen. Dadurch kann man mich über Werbung nicht mehr erreichen. Auch nicht mit suggerierter Top-Qualität des besten Produktes aus Freiland- oder Biohaltung oder mit anderen Argumenten. Hier bekommt man meine…

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Sorry, liebe Kinder, Enkel und Urenkel

Am 22.08.2020 ist der nächste Earth Overshoot Day, also der Erderschöpfungstag. Glücklicherweise etwa drei Wochen später, als noch 2019. Warum? Weil wir nachhaltiger und Ressourcen-schonender leben, als letztes Jahr? Weil wir im Vergleich weniger Fleisch gegessen haben, Auto gefahren sind oder weniger geheizt haben? Zum Teil, denn tatsächlich hat uns der Corona-bedingte Lockdown dazu gezwungen, weniger zu konsumieren und zu reisen, oder besser gesagt zu verschwenden und zu verbrauchen. Aber freuen wir uns nicht zu früh über die drei Wochen, die wir aufgeholt haben. Denn leider sind wir Deutsche ganz weit vorn beim Thema Konsum. Lt. Umweltbundesamt fiel 1987 der…

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Rettet das Huhn!

Ja, warum denn retten? Was soll mit Hühnern schon sein? Hühner sind – wie viele andere Tiere auch – in Deutschland als Lebensmittel deklariert. Hühner legen Eier und diese nutzen wir aus Gewohnheit beinahe täglich für Eierkuchen/Pfannkuchen, Gebäck, Rührei, Kuchen, Nudeln, Omelette, Mayonnaise, Brötchen, Frikadellen, Fertiggerichte aus Kartoffeln, Dressings, Eis, Pudding, Waffeln, Torten, panierte Lebensmittel, etc.   Aber nicht nur aus Gewohnheit. In vielen Lebensmitteln sind Eier nicht offensichtlich, sondern versteckt, obwohl wir sie dort nie vermutet hätten. Ein Blick auf die Zutatenliste verrät uns, wie das Ei deklariert sein kann:  Eiöl, Eiprotein, Flüssigei, Flüssigeigelb, Flüssigeiweiß, Gefrierei, Trockenei, Trockeneiweiß, Trockeneigelb,…

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Bedürfnisse: Das Tor zum Konsumverhalten

Im letzten Artikel habe ich die fünf wesentlichen Punkte eines Geschäftsmodells erwähnt.  Hier sind sie nochmal: (1) Jedes Geschäftsmodell generiert ein Produkt oder eine Dienstleistung mit einem gewissen Wert für Menschen, (2) die darin einen Nutzen für sich sehen oder überzeugt davon sind, dass sie es unbedingt brauchen, (3) für einen Aufwand oder Preis, für genau den sie bereit sind zu zahlen oder aufzukommen (4) und ihre Erwartungen zudem erfüllt werden.  (5) Gleichzeitig muss das Geschäft für den Unternehmer ausreichend einbringen, sodass der Gewinn dazu beiträgt weitermachen zu können.  Weiter hatte ich in dem Beitrag -zur Einführung-  davon gesprochen, dass die Nachfrage auch stellvertretend für Bedürfnis oder Verlangen stehen kann.  (Du…

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