Welt retten? Ganz einfach:

Einführung

Welt retten: gewusst wie!

Was erwartet Dich hier?
Kurz gefasst: Ein Experiment

Die Vertrauensfabrik dient unter anderem als Diskussionsforum für Themen zu Mensch, Umwelt (Natur) und Arbeit. Doch soll hier nicht einfach stumpf diskutiert und geschrieben werden. Wir haben ein konkretes Ziel vor Augen.

Unser Ziel:
Wir wollen Millionen von Menschen erreichen, inspirieren und ein Bewusstsein für nachhaltiges Handeln schaffen. Und zwar hauptsächlich jene Menschen, die noch nicht so aktiv dabei sind.

Es geht hier also um:

  • Aufmerksamkeit erregen
  • Bewusstsein schaffen
  • Persönlichkeitsentwicklung
  • Orientierung geben
  • Vertrauen schaffen
  • Gemeinschaftliches Handeln

Interviews

Der Blick hinter die Kulissen

Kian und Neah wollen’s wissen!

Es ist unsere Zukunft! Die Zukunft, die auch du für uns gestaltest. Also fragen wir besser heute schon einmal nach, was du dafür tust!

Das Video ist eine Rarität:

Unser allererstes Interview überhaupt:

Peter Hübner (Tierrechtsaktivist und Mitglied bei „Animals United“) war der erste Interview-Gast überhaupt in unserer Daseinsgeschichte. Und hier soll dieses Interview auch bleiben. Warum? Für uns als Erinnerung an einen Menschen, der sein Licht wirklich gewechselt hat und uns mit seiner Geschichte sehr beeindruckt hat.

Danke, Peter, für Dein Engagement und Deine Unterstützung!


Unsere Projekte

Unsere erste Mission, unser erstes Experiment.

Nur mal angenommen, unsere Welt sei tatsächlich in Gefahr und es scheint ein fast aussichtsloses Unterfangen die Menschheit und ihren Lebensraum vor den Bösen zu retten. Wäre die Realität von Superhelden dann nicht cool?

Wir lassen wieder von uns hören, wenn es weitergeht.

Über uns

Willkommen in unserer Vertrauensfabrik!

Wer sind wir nun?

Wir sind eine ganz normale (und manchmal auch chaotische) junge vierköpfige Familie aus dem Bremer Umland. Jens‘ Idee der ‚Vertrauensfabrik‘ entstand etwa im Jahr 2013 – damals jedoch mit einem ganz anderen Hintergedanken. Ursprünglich sollte es nur um das Vertrauen innerhalb von und mit Firmen gehen. Unter dem Namen ‚Vertrauensfabrik‘ verstand Jana eher ‚welcher Fabrik/welchen Produkten kann ich als Konsument vetrauen?‘. Es kamen also viele Fragen, Gedanken und Interessen hinzu, sodass die Vertrauensfabrik 2018 ein Familienprojekt geworden ist – mit vielen unterschiedlichen Themen. Eben alles, was uns wichtig erscheint. Die Zukunft unserer Kinder liegt in unseren Händen. Wem können unsere Kinder vertrauen? Das wollen wir herausfinden – für uns und auch für dich 🙂

Jens und Jana mit Kian und Neah

Jens

…erzählt gleich noch was Schlaues über sich. Musst einfach nur sein Bild anklicken.

Jana

Ein Kind der 80er. (Ja, sie mag auch die Musik 😊). Mehr gibt es aber nur nach einem Klick auf ihr Foto.

Unser Senf - aktuellste Blogbeiträge

Wie wir uns gesund essen – und dabei auf nichts verzichten müssen!

Klingt das nicht toll? Leckeres Essen, ordentliche Portionen, die satt machen und das Ganze deftig oder süß – alles ist möglich, wenn wir die Schwerpunkte anders setzten.

Und nur mal angenommen, ein zusätzlicher Effekt wäre die Vorbeugung von schweren Volkskrankheiten wie Krebs, Diabetes Typ II, Herz- Kreislauferkrankungen, usw. Prävention statt Reaktion wäre doch super, oder? Und ob du es glaubst, oder nicht: es ist möglich!

Amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden, …und sind dann wieder reingegangen.

Okay, jetzt ernsthaft. 😉

Wissenschaftler beweisen es auf der ganzen Welt und Patienten erzählen aus ihrem Leben und wie sie quasi dem Tod von der Schippe gesprungen sind. Zudem war es auch nicht wirklich schwer. Sie brauchten dafür jedoch ein sog. AHA-ERLEBNIS. Denn warum sollte man etwas an dem ändern, was man jahrelang gemacht hat? Daher ist es eine Herausforderung: man muss sich gezielt mit Ernährung bzw. Nährstoffen in der Nahrung auseinandersetzen, sich weiterbilden und bereit sein, etwas für seine Gesundheit zu verändern.

Und nein, es geht hier nicht um irgendwelche Gurus oder Wunderheiler, sondern um ganz normale Menschen wie du und ich und um unsere und ihre Geschichten.

Unsere Ernährung macht uns krank

Unzählige Menschen sind schlecht ernährt, weil sie entweder zu wenig Essen haben oder zu viel und das Falsche. Aufgrund dessen sterben jedes Jahr rund elf Millionen Menschen vorzeitig. Um alle gesund zu ernähren, haben Wissenschaftler aus 16 Ländern die ‚Planetary Health Diet‘ entwickelt. Sie kann den Planeten (die Lebensmittelproduktion gehört zu den bedeutsamsten Verursachern von Treibhausgasen), als auch die Gesundheit der Menschen schützen. Die Hauptrolle spielt eine überwiegend pflanzliche Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten, die nicht nur gesund, sondern auch nachhaltig ist. Tierische Produkte wie Fleisch, Fisch, oder Milchprodukte können in geringen Mengen enthalten sein, jedoch sind sie nicht verpflichtend. Zwei weitere Punkte bezugnehmend auf die Gesundheit des Planeten sind Maßnahmen gegen die Lebensmittelverschwendung und für eine nachhaltige Lebensmittelproduktion. Hier gibt’s mehr Infos dazu.

Auch, wenn die Deutsche Gesellschaft für Ernährung eine vegane Ernährung nicht empfiehlt, weil sie – gerade anfangs – mit großem Aufwand verbunden ist, den sie wahrscheinlich der Mehrheit der Menschen nicht zutraut, sind sie sich mit der Deutschen Krebsgesellschaft hierüber einig:

  1. Die klassische westliche Ernährung führt häufig zu einer chronischen Erhöhung der Blutfettwerte. Dies führt auf zellulärer Ebene zu einer Art Entzündungsprozess, was die Tumorbildung begünstigt.
  2. Eine positive Wirkung lässt sich auch durch den vegetabilen Charakter der veganen Kost und den hohen Anteil von Sojaprodukten erklären sowie durch kalorische Restriktion.

‚Krebs ist die am meisten gefürchtete Krankheit unserer Zeit. Als Betroffene stellte ich mir die Frage: Warum werden manche Menschen wieder gesund und manche nicht, obwohl ihnen die gleiche Diagnose gestellt wird?‘ diese Frage stellte sich Julia Warkentin und fand‘ die Antwort nach vielen Recherchen. Das ist ihre Geschichte.

Die Umstellung auf eine vollwertige vegane Ernährung kann sich sehr positiv auf die Gesundheit auswirken und damit Krankheiten lindern; ja teilweise sogar gänzlich heilen. In jedem Fall erfordert es, dass man sich mit Lebensmitteln und Nährstoffen, die der Körper braucht, auseinandersetzt und diese in den Alltag integriert.

Essen ist soooooo toll! 🙂

Ich empfehle euch dafür auf jeden Fall vegane Kochbücher! Als ich anfing, mich pflanzlich zu ernähren, aß ich anfangs nur Pfannengemüse mit Nudeln, Reis oder Kartoffeln oder Brot mit Aufstrich und Salat. Furchtbar! Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie frustrierend es war und wie sehr mir Fleisch, Käse und Eier fehlten. Logisch – ich habe einfach etwas weggelassen, anstatt es gesund zu ersetzten.

Auf Fleisch zu verzichten war nicht schwer und als mir klar war, dass Eier ‚Hühnerperioden‘ sind, bekam ich sie auch nicht mehr runter. Die Sache mit dem Käse war schwer. Das liegt aber an den Morphinen. Käse ist wie eine Droge, die glücklich macht.

‚Käse besteht aus Milch und die hat einen hohen Gehalt an Casein. Aus dem Milchprotein entstehen während der Verdauung Casomorphine. Und es gibt auch einen evolutionsbedingten Grund dafür, dass Milch Casomorphine enthält: Durch diese wird die Bindung von Jungtieren an ihre Mutter gefördert. Zudem sättigt die Milch die Tiere nicht nur, sondern beruhigt sie auch. Auch Muttermilch enthält Casomorphine – allerdings in einer weit geringeren Dosis als Kuhmilch.
Im Käse sind die Casomorphine weit höher konzentriert als in der Milch. Grund dafür ist der deutlich höhere Gehalt an Milchfett und Milchprotein im Käse. Beim Menschen passieren die Casomorphine die Blut-Hirn-Schranke und binden sich an die Opioid-Rezeptoren des Gehirns. Diese Rezeptoren sind auch für den rauschähnlichen Zustand nach der Einnahme von Morphium verantwortlich. Folglich erzeugen auch Casomorphine eine drogenähnliche Wirkung: Der Blutdruck sinkt und das Schmerzempfinden nimmt ab. Dadurch stellt sich ein Zustand schläfriger Entspanntheit ein. Und: Unser Körper gewöhnt sich sehr schnell an diesen Zustand. Folglich wollen wir mehr davon – mehr Rausch, mehr Käse.‘

Mehr dazu bei kochbar.
Schaaatz, das Frühstück ist fertig! 🙂

Überlebt – Dank Ernährungsumstellung

Eine wohl allen bekannte Frau ist das Model Heather Mills (Exfrau von Paul McCartney). Heather Mills wurde 1993 von einem Polizeimotorrad angefahren und sehr schwer verletzt. Ihr linker Unterschenkel konnte nicht mehr gerettet werden. Nach fünf Monaten im Krankenhaus und einer Infektion, die immer weiter fortschritt, nahm sie den Rat einer Freundin an, die ihren Brustkrebs nach einer Umstellung auf vegane Ernährung heilen konnte. So entschied sich Heather auch ins Hippocrates Health Institut nach Florida zu gehen. Wie sie selbst im Interview mit Thomas von ‚The Habit Rabbit‘ sagt, war das Model mit ihren damals 25 Jahren sehr skeptisch und hielt solche Heilungsmethoden für verrückt. Nach drei Wochen vor Ort merkte sie, dass viele Menschen das Institut nahezu gesund verließen. Diabetes Typ II, Asthma, Akne und Hautausschläge konnten massiv reduziert werden. Auch ihr Bein konnte gerettet werden – ohne weitere OP. Heather hatte begriffen, dass es bei der vollwertigen veganen Ernährung nicht im Verzicht, sondern um Gewinn geht. Der Gewinn eines gesunden Körpers. Sie ist heute über 50, setzt sich für eine vegane Ernährung ein und hat sogar eigene Produkte entwickelt!

„Wir haben keinerlei Einfluss darauf, was in unserem Körper passiert, wenn wir Tierprodukte essen. Wir können nicht kontrollieren, wie Tiere in Großbetrieben gehalten werden. Wir können der Pharmaindustrie keine Vorschriften machen. Wir können die Medikamentengaben in der Tiermast nicht reglementieren. Aber wir können eines tun, das eine unglaubliche Rückwirkung hat: Wir können aus dem ganzen System aussteigen, indem wir unsere Ernährung ändern.“

Alexandra Kuchenbaur

In dem Buch von Alexandra Kuchenbaur geht es unter anderem um die wissenschaftlichen Zusammenhänge zwischen tierischer Nahrung, menschlichem Stoffwechsel und Krankheitsentwicklung. Hier könnt ihr eine Leseprobe machen.

 

Herz-Kreislauf-Versagen und Essstörung: goodbye

Kennst du das High-Class-Hotel Adlon in Berlin? Jens und ich haben dort kurz vor Kians Geburt ein Wochenende verbracht. Es war sagenhaft! Wer schon einmal dort war, weiß, dass allein das Frühstück Weihnachten und Geburtstag zugleich ist. Einer der Spitzenköche, der mal im Adlon gearbeitet hat, ist Timo Franke. Hier sein Imagefilm.

Ein Herz-Kreislauf-Zusammenbruch brachte ihn 2012 aus der Hotelküche direkt ins Krankenhaus, wo man ihm prophezeite, dass sein Übergewicht, seine fleischlastige, ungesunde Ernährung und sein stressiger Lebensstil als Koch in den Tod führen würde. Eine Ärztin riet ihm dazu, einfach mal vegan zu essen. Durch die Ernährungsumstellung reduzierte Timo sein Gewicht von 160kg bei 1,63cm Göße auf 80kg. Heute ist er ein veganer Spitzenkoch, der auf Veranstaltungen mit seinen Gerichten jeden Fleischesser begeistert und Genießer der Spitzenküche mit seinem Buch Vegan genießen inspiriert.

Hier erfährst du noch eine Geschichte. Sie ist erzählt von Catherine, die mit Sport und veganer Ernährung ihre Essstörung heilen konnte. 🙂

Die dürfen in keiner Küche fehlen

Alex nimmt Männern die Angst vor gesunder Ernährung

Er liebt deftige Hausmannskost und ist ein stattlicher Kerl. Wir haben ihn im Oktober 2019 in Berlin kennengelernt und hatten wundervolle Gespräche. 😊 Alex ist ein super sympathischer Typ: bodenständig, locker, aufgeschlossen, herzlich. Er hat sich alles im Leben selbst erarbeitet; ist Straßenbaumeister und hat bereits in jungen Jahren seine eigene Firma gegründet. Viel Arbeit und ungesunde Ernährung (zum Beispiel Pommes und Currywurst in der Mittagspause) – da streikt der Körper irgendwann. So hatte Alex bereits Ende zwanzig mit starkem Übergewicht und körperlichen Schmerzen zu kämpfen. Er durchlief einen Ärztemarathon und nahm Medikamente, jedoch brachte nichts den gewünschten Erfolg. So befasste er sich mit dem Thema Selbstheilung, was zwangsläufig zum Thema Ernährung führte und auch erklärte, woher die körperlichen Schmerzen kamen: tierisches Eiweiß. Überschüssiges pflanzliches Eiweiß kann der menschliche Körper einfach wieder abgeben; zu viel tierisches Eiweiß hingegen wird eingelagert. Es kann zu Entzündungen führen und entzieht dem Körper Mineralien, um die Giftstoffe des tierischen Eiweißes wieder abzubauen. Um das komplexe Thema Ernährung zu verstehen, machte Alex sogar nebenbei eine Ausbildung zum veganen Ernährungsberater. Heute ist er seit über sieben Jahren Veganer, hat 50 kg weniger auf den Rippen, fühlt sich fit und gesund und ist ein sehr gefragter Koch und Autor. Zusammen mit PeTA präsentiert er einige seiner grandiosen Rezepte zum Nachkochen auf YouTube und hat gerade sein zweites Kochbuch ‚Oberlecker‘ im GrünerSinn-Verlag rausgebracht. Wer gerne deftig und dabei gesund isst und ohne viel Schnick-Schnack saisonal kochen möchte, ist mit Alex‘ Büchern bestens beraten! 😉

Fazit: du hast nichts zu verlieren. Teste es einfach mal aus! Ein veganes Gericht am Tag oder ein ganzer Tag vegan pro Woche – oder direkt eine Kur, in der du dich vier Wochen lang vollwertig vegan ernährst. Du kannst immer wieder zurück, wenn du merkst, dass es nichts für dich ist. Aber gönne deinem Körper mal eine Pause von den tierischen Fetten und Eiweißen – es wird dir gut tun 😊

Alles Liebe und beste Gesundheit!

Sind vegane Kinder mangelernährt?

Das Thema Ernährung ist so komplex und umfangreich und dennoch werden wir Eltern damit allein gelassen. Im Kindergarten oder in der Schule bekommen wir Zettel, auf denen steht, was unter einer gesunden Ernährung zu verstehen ist. Da sind Milchschnitte, Obst-‚Quetschies‘, Fruchtzwerge und Co. durchgestrichen, weil sie voller Industriezucker sind, jedoch wird ein Wurstbrot als gesund angegeben, obwohl lt. WHO (World Health Organisation) schon seit 2015 verarbeitetes Fleisch wie Salami, Schinken, Wurst, Kasseler, usw. als karzinogen – also krebserregend – eingestuft wird; auf einer Stufe mit Tabak und Asbest. Und die magere Schinkenwurst, die zum Beispiel Darmkrebs auslösen kann, sollen wir dann guten Gewissens unseren Kindern geben?!

Von der WHO als krebserregend eingestuft: u.a. Wurst

Klar, die Menge macht das Gift. Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt maximal 300-600g Fleisch pro Woche. Wir Deutschen essen im Schnitt das Doppelte und merken es nicht einmal. Zum Frühstück ein Wurstbrot; zum Mittag das Gulasch oder der Hackbraten und zum Abendessen gibt’s noch ein Rührei mit Schinken.  Eine Wochenration an Fleischprodukten haben wir oft bereits nach 1-2 Tagen gegessen und leben es unseren Kindern vor.

Aktuell beschäftigt viele der ‚Wurst-Skandal‘, der bereits Todesopfer forderte. Auffällig ist, dass oft tierische Produkte aus dem Handel zurückgerufen werden.

Ebenso ist es mit Milch und Milchprodukten. Bei Milch denken wir sofort an Kalzium. Kalzium benötigen wir für starke Knochen. Ist es tatsächlich so einfach? Können wir unseren Kindern viel Milch, Joghurt und Käse geben und sie somit zu starken Kindern machen? Studien haben ergeben, dass durch den Konsum von vielen tierischen Produkten im Körper eine Übersäuerung stattfindet. Um die Säuren zu neutralisieren, braucht der Körper Mineralstoffe, die er aus Knochen und Zähnen zieht.

Wir Deutschen haben europaweit den höchsten Milchverbrauch. Die Kühe werden wie Maschinen behandelt. Erneut macht ein Rückruf von bakteriell belasteter Milch die Runde. Wen wundert’s?

Was ist Milch überhaupt? Lt. Wikipedia heißt es: ‚Milch ist eine weiße, trübe Emulsion bzw. kolloidale Dispersion von Proteinen, Milchzucker und Milchfett in Wasser. Der Mensch nutzt die Milch vieler domestizierter Tiere als Nahrungsmittel, insbesondere als Getränk. Gebildet wird sie in den Milchdrüsen von Säugetieren, die damit ihre Neugeborenen nähren. Laut Milchverordnung ist Milch bzw. Rohmilch das durch einmaliges oder mehrmaliges tägliches Melken gewonnene Eutersekret von zur Milchgewinnung gehaltenen Kühen.

Milch ist ein Sekret von Säugetieren, womit diese ihre Neugeborenen nähren. Sind wir also Kälber? Brauchen wir und unsere Kinder nach dem Abstillen tatsächlich die Muttermilch einer anderen Spezies?

Kuhmilch wird immer unbeliebter: Jahrzehntelang wurde Kuhmilch aufgrund von Fehlinformationen und des cleveren Marketings der Milchindustrie für eine wichtige Kalziumquelle und einen essentiellen Bestandteil der menschlichen Ernährung gehalten. Mittlerweile steht fest: bei der “gesunden Milch” handelt sich um einen modernen Mythos. “Immer mehr Ernährungsexpert*innen betätigen nicht nur, dass Kuhmilch keine positiven Auswirkungen auf Knochendichte und -wachstum von Menschen hat, sie warnen sogar vor den gesundheitsschädlichen Auswirkungen des Konsums von Milchprodukten, da diese entzündungsfördernd wirken und somit den Ausbruch verschiedenster Krankheiten begünstigen.Hier ein Bericht dazu.

Homogenisierte und pasteurisierte Muttermilch einer artfremden Spezies. Und das soll natürlich und gesund sein?

Doch wir sind mit Milch und Fleisch großgeworden. Wir kennen es nicht anders und ernähren unsere Kinder genauso. Die ‚gute alte Hausmannskost‘ ist zwar lecker, jedoch alles andere als gesund. Zu viel Fett, zu viel Zucker, zu viel Weißmehl und viel zu hoch verarbeitet. Wer möchte, dass seine Kinder gesund aufwachsen und sie vor Krankheiten, die oft erst Jahrzehnte später auftauchen können, schützen möchte, muss sich zwangsläufig mit dem Thema Ernährung auseinandersetzen.

Und dann wird’s spannend! Fängt man erst einmal an, sich zu informieren, was da so auf dem Teller landet und wie es dorthin gekommen ist, wird einem schnell klar, dass die heutige Ernährungsweise, die uns jahrzehntelang als ‚gesund‘ aufgetischt wurde, viele Menschen krank macht.

Dennoch lässt sie Deutschlands Kassen klingeln. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass die reine pflanzliche Ernährungsweise hier nicht propagiert wird. Der Veganismus ist ein Mix aus Informationsmangel und verdrehten Fakten. Die lange gehegte Annahme, pflanzliches Protein sei von geringerer Qualität, gilt als wissenschaftlich völlig entkräftet und das Gegenteil als bewiesen.

Das belegt auch Niko Rittenau. Der studierte Ernährungsberater hat alle weltweiten Studien zum Thema Pflanzliche Ernährung in einem über 400 Seiten dicken Buch zusammengefasst. Vegan-Klischee ade! bietet wissenschaftliche Antworten auf kritische Fragen zu veganer Ernährung.

Der oft verwendete Begriff für eine gesunde Ernährung ist ‚Clean Eating’- also sauberes/reines Essen. Je reiner/unverarbeiteter das Essen ist, desto gesünder ist es. Es gilt dabei vor allem darum, industriell verarbeitete Lebensmittel zu meiden, Vollwertprodukte zu essen und frisch zu kochen.

Möglichst frisch, saisonal und regional und möglichst wenig verarbeitet, um die gesunden und wichtigen Nährstoffe zu erhalten

Hummus zum Beispiel ist super gesund (Protein, Eisen, Zink, Selen, Kalzium, Vitamin C), jedoch ist der, den es im Supermarkt zu kaufen gibt, mit etlichen Zusatzstoffen, sogar mit Zucker versehen und geschmacklich überhaupt nicht vergleichbar mit selbst gemachtem Hummus. In weniger als 5 Minuten ist ein selbst gemachter Hummus fertig und versorgt mit wichtigen Nährstoffen. Auch für Kinder ideal als Brotaufstrich oder Dip für rohes Gemüse ideal.

Vegane Kinder

Viele denken als erstes an eine Mangelernährung. Vegan = Mangel. Warum? Weil es die Medien so publizieren und wir den Artikeln Glauben schenken.

Wegen veganer Ernährung: Eltern nach Tod von Baby schuldig gesprochen‘ heißt es in der Überschrift eines Artikels. Und schnell wird klar: die Eltern waren schlecht informiert und haben ihrem Kind wichtige Nährstoffe vorenthalten. Grausam.

Da kommt ein kleines Kind ins Krankenhaus, weil es stark mangelernährt ist und schlimmstenfalls irreparable Schäden davonträgt oder sogar stirbt. Eine Katastrophe, denn wir haben hier so viele Möglichkeiten und sind mit Lebensmitteln so gut versorgt, dass eigentlich gar kein Mangel auftreten kann. Es sei denn, wir als Eltern legen keinen Wert darauf, uns mit dem Thema Ernährung auseinanderzusetzten. Ja, es ist komplex. Ja, es macht anfangs sehr viel Mühe. Aber wir lernen schließlich für’s Leben. Und was könnte wichtiger sein, als die Gesundheit? Wir haben es größtenteils in der Hand. Mit unserer Ernährung können wir unsere Gesundheit positiv oder negativ beeinflussen. Unser Körper ist stark. Wenn er jedoch mit ungesunden Lebensmitteln gefüttert wird, wird er schwach und anfällig für Krankheiten. Kritische Nährstoffe wie B12 (von Darm-Bakterien produziert) müssen supplementiert werden, da wir heute so hygienisch leben und nicht mehr genug B12 durch ungewaschene Lebensmittel oder verunreinigtes Wasser wie vor 100 Jahren aufnehmen. Dabei spielt es keine Rolle, ob man ein Kind oder Erwachsener ist. Zudem sollten Kinder immer – egal, wie sie ernährt werden – regelmäßig und vorsorglich vom Arzt durchgecheckt werden! Wir lassen die Blutwerte unserer Kinder jedes Jahr einmal testen, um sicher zu sein, dass sie nährstofftechnisch optimal versorgt sind.

Blutwerte?

Das hat mich zu Fleischesser-Zeiten nie wirklich interessiert. So kam es, dass ich selbst trotz viel Fleisch, Milch und Käse mehrere Male jeweils über einen Monat hinweg täglich Eisentabletten supplementieren musste, weil meine Werte so im Keller waren.       

Heute weiß ich, was auf den Tisch kommen muss. Ich habe mich mit Nahrungsmitteln auseinandergesetzt. Kürbiskerne zum Beispiel sind voller Proteine und reich an Eisen, Leinsamen reich an Omega-3, Sesam liefert wertvolles Kalzium und Zink, Paranüsse enthalten Selen und Jod lässt sich gut mit Algen-angereichertem Bio-Salz beim Kochen unterbringen.

In der veganen Ernährung geht es vor allem um eine vollwertige, gesunde Ernährung aus Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten, Gemüse, Obst, Nüssen und Samen.

Auf eine gesunde und vollwertige Ernährung umzusteigen, ist leichter, als man vielleicht annimmt. Zunächst kann man von hellen Weißmehl-Nudeln auf Vollkornnudeln umsteigen. Auch beim Mehl gilt es darauf zu achten: je höher die Zahl, desto weniger verarbeitet und desto höher der Nährstoffgehalt. So ist ein Vollkornmehl dem Mehl Typ 1050 immer vorzuziehen oder das Mehl Typ 630 dem Typ 405 vorzuziehen.

Pommes sind ja auch vegan!

Das stimmt. Dennoch es ist ein verarbeitetes Lebensmittel und hat nichts mit einer vollwertigen veganen (Kinder-)Ernährung zu tun. Kinder lieben Pommes und auch bei uns dürfen sie nicht fehlen. Jedoch gibt es zu den Kartoffelstäbchen statt der Currywurst bei uns zum Beispiel Möhren- und Paprika-Sticks und einen leckeren Dip wie Hummus. Die Kinder müssen nicht auf ihr ‚Junkfood‘ verzichten, jedoch sollte es immer etwas Gesundes dazu geben.  

Warum überhaupt vegan?         

Obwohl ich vom Hof komme und das Leid der Tiere kannte, hat es mich nie berührt. Bis eben zu diesem einen Tag, an dem ich ein Video sah, in dem Kühe so brutal misshandelt wurden, dass ich weinen musste. Am nächsten Tag aß ich zwar noch Käse und trank die Milch im Kaffee. Ich aß auch noch Fleisch; jedoch mit einem Kloß im Hals. Nach ein paar Wochen jedoch bekam ich keine tierischen Produkte mehr herunter. Auch das geliebte Rührei sorgte für ein Ekelgefühl. Ich hatte mich ausgiebig informiert, sowohl über Podcasts als auch über Internetseiten. Und die Informationen übertrafen alles, was ich mir vorstellen konnte. Ich dachte, ich sei als Bauernhofkind gut informiert. Aber auch ich bin in einer Scheinwelt aufgewachsen.

Es folgten viele Fragen. Warum lehre ich meine Kinder, Tieren mit Respekt zu begegnen und lege ihnen Bärchenwurst auf’s Brot? Warum entscheide ich, welches Tier gestreichelt wird und welches erbärmlich gehalten, ausgenutzt und danach getötet wird?

So kam es, dass ich mich aus ethischen Gründen mit der veganen Ernährung auseinandergesetzt habe und schnell feststellte, dass es sowohl ökologisch als auch gesundheitlich das Beste ist, was Mensch tun kann.

Nachteile einer veganen Ernährung:

  • Gerade am Anfang sehr zeitintensiv, da es notwendig ist, sich mit Nahrungsmitteln und Nährstoffen auseinanderzusetzten
  • Auf Disziplin und grundlegende Kenntnisse, was der Körper braucht, kommt es an
  • Auf die Zufuhr von Vitamin B12 müssen Veganer besonders achten. Der Handel bietet dafür spezielle Rohkostpräparate (keine synthetischen Vitamine) an. Auch Zahnpasta, Cornflakes oder Pflanzendrinks werden teilweise mit Vitamin B12 angereichert.
  • Unterwegs und auswärts essen wird anfangs zur Herausforderung. Angefangen vom Schweineschmalz im Brötchenteig über zerquetsche Läuse als Färbemittel in Süßigkeiten bis zum tierisch geklärten Apfelsaft

Vorteile einer vollwertigen pflanzlichen Ernährung:

  • Keine gentechnisch veränderten Lebensmittel (lt. EU-Verordnung müssen alle Lebensmittel für den direkten menschlichen Verzehr deutlich gekennzeichnet sein, wenn sie gentechnisch verändert wurden. Es gibt jedoch keine Kennzeichnungspflicht für Tierfutter)
  •  Prävention, denn Veganer haben ein deutlich geringeres Risiko für zahlreiche Krankheiten wie zum Beispiel: Diabetes Typ 2, Bluthochdruck, Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebserkrankungen
  • Veganer nehmen keine Angst- und Stresshormone auf, die Tiere in der Massentierhaltung ausschütten
  • Bewusst lebende Veganer sind in der Regel besser und kalorienärmer ernährt und in besserem körperlichem, seelischem und geistigem Zustand als Omnivore
  • Umweltschutz: Pflanzliche Kost verursacht u. a. weniger Emissionen und verbraucht weniger Wasser, weniger Land und kein Antibiotika
  • Ethik: Veganer möchten nicht mitverantwortlich für das Töten und die schlechte Haltung von Tieren sein

Eine vegane Kinderernährung ist möglich und bietet allerhand Vorteile – vorausgesetzt die Eltern achten auf eine gute Nährstoffversorgung beim Kind und lassen die Werte auch regelmäßig prüfen!  

Fachbücher mit allen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Unmengen an Ideen für die optimale Versorgung sowie leckeren Rezepten helfen, sich im Nährstoffdschungel gut zurecht zu finden. Wir empfehlen von Herzen nachfolgende Fachbücher, die wir selbst auch haben. Sie basieren auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und sind die besten Begleiter auf dem Weg der gesunden, pflanzenbasierten Ernährung.

  • Niko Rittenau: Vegan-Klischee ade!* Wissenschaftliche Antworten auf kritische Fragen zu veganer Ernährung
Kinder sind das Abbild ihrer Eltern. Zeigen wir ihnen eine gesunde Ernährungsweise, machen sie es automatisch nach

Unsere Tipps, um dich ab heute gesünder zu ernähren:

  1. Prüfe die Angaben auf den Verpackungen der bereits gekauften Produkte. Mache dich mit den Inhalts-Angaben vertraut. Was ist da überhaupt drin? Was bedeuten die E-Nummern? Ist es gesund?
  2. Mach dich schlau: welche Nährstoffe braucht der Mensch und worin sind sie enthalten?
  3. Welche Vor- und Nachteile haben tierische Produkte?
  4. Kaufe dir ein Fachbuch, welches dir tolle Inspirationen für eine gesunde Ernährung bietet

Bleib‘ gesund!

*es handelt sich bei diesen Links um Affiliate-Links. Wenn du über diesen Link ein Buch kaufst, erhalten wir eine kleine Provision als Dank. Der Kauf über den Link hat für dich keinen Nachteil. Wir danken dir für deine Unterstützung. 🙂

Die Gier nach Tier

Jedes Käseblatt schreibt darüber, wie schlecht Fleisch für unsere Gesundheit und den Planeten ist. Sogar Fernsehzeitungen und kostenlose Magazine berichten über die Folgen des Konsums. Es ist nicht zu übersehen oder zu überlesen. Nahezu wöchentlich erscheinen Berichte im Fernsehen über Massentierhaltung. Undercover-Aufnahmen zeigen die zum Teil verwesten Leichnamen, die zwischen ihren Artgenossen liegen, die ohne Antibiotika nicht auskämen.

Bildquelle: TV-Zeitschrift Hörzu September 2019

Die Gier ist jedoch größer. ‚Es schmeckt mir aber‘‚Ich esse nur Bio-Fleisch‘‚Ich esse nur ganz selten Fleisch‘ ‚Der Mensch braucht Fleisch‘‚Ich könnte nicht ohne Fleisch‘ ‚Wir haben schon immer Fleisch gegessen‘. Solche Sätze lösen in mir nur Seufzen aus, denn sie bestätigen ausschließlich, dass sich mein Gegenüber nicht mal fünf Minuten damit auseinandergesetzt hat.

Dabei ist es doch unglaublich wichtig. Schließlich haben wir mit unserer Ernährung auch unsere Gesundheit in der Hand – oder wir überlassen sie eben dem Schicksal. Das freut natürlich Fleischlobby und Pharma-Industrie. Die Leben nämlich sehr gut von der Unwissenheit eines jeden Einzelnen und werden auch weiterhin alles dafür tun, damit sich daran nichts ändert.

Quelle: https://www.blitzrechner.de/presse/#infografiken

Trinkwasser wird verseucht, multiresistente Keime und hochgiftige Pflanzenschutzmittel landen auf unseren Esstischen, Regenwälder werden abgeholzt und täglich verschwindet eine Fläche, die so groß ist wie Köln – mit dieser Fläche verschwinden Tierarten, die bisher noch nicht einmal erforscht waren; für immer. Alles verursacht durch die Gier nach Tier auf dem Teller.

Wissenschaftler sagen seit vielen Jahren, wir müssen endlich aufhören Fleisch zu konsumieren und Tiere in Massen zu halten – doch stoßen sie dabei auf taube Ohren. Das liebe Geld ist den Politikern eben wichtiger, als Menschenleben oder gar den Planeten zu retten. Genau genommen müssen wir auch gar nicht die Welt retten – sondern uns selbst. Die Erde wird besser zurechtkommen, wenn wir Menschen sie nicht mehr bevölkern.

Was sagen wir unseren Kindern? ‚Heute grillen wir! Ist das nicht lecker, Egon? Du isst zwar gerade deine Zukunft, aber das ist mir egal. Ich bin dann eh nicht mehr da. Lass‘ es dir schmecken‘ ?!

Oder reichen die Artikel, mit denen wir täglich von der Presse bombardiert werden, gar nicht aus, um so weit zu denken? Ignorieren wir die unzähligen Fach-Bücher und Undercover-Aufnahmen? Brauchen wir Menschen, die uns an die Hand nehmen, weil wir selbst nicht in der Lage sind, zu recherchieren? Oder haben wir schlicht keine Lust, weil wir uns dann eingestehen müssten, dass unser Lebensstil für den Tod unserer Nachkommen verantwortlich ist?

Fleisch ist in vielen Kulturen ein Symbol für Wohlstand, Macht oder Überleben. Aber es ist eben nur ein Symbol – mehr nicht. Wir essen unbewusst, emotional und von Traditionen bestimmt. Während in Norddeutschland das ‚Kohlessen‘ traditionell mit Grützwurst, Kasseler-Fleisch und Kohlwurst im Winter stattfindet, werden in Süddeutschland Hax’n gereicht. Gesund? Absolute Fehlanzeige. Aufgrund der hohen Verarbeitung, des extrem hohen Salz- und Fettgehalts von der WHO sogar als krebserregend eingestuft. Wir essen es trotzdem. Warum? Beim Essen machen 80% die Gewohnheiten aus.

Essen passiert also in erster Linie in unserem Kopf. Und genau da müssen wir ansetzten. Wir müssen verstehen, was Essen mit uns und unserer Umwelt macht.

Wenn das Essen von totem Gewebe also eine reine Gewohnheit ist, können wir diese Gewohnheit ändern. Wir können lernen, so zu essen, dass es für unsere Gesundheit besser ist, dass es für den Planeten, auf dem wir leben besser ist. Wir könnten durch eine Umstellung unserer Gewohnheiten Menschen, Tiere, unsere eigene Gesundheit, die Natur und unsere Nachfahren retten. So easy!

150 Milliarden Tiere werden jährlich auf der Welt durch den Menschen vernichtet. Das bedeutet: pro Sekunde werden weltweit 4756 Tiere getötet – 4756 pro Sekunde!

In Deutschland fallen pro Jahr durchschnittlich 750 Millionen Tiere dem Menschen zum Opfer und werden als Nahrungsmittel missbraucht.

Wenn diese Zahlen uns kalt lassen, was ist dann hiermit:

Quelle: https://www.blitzrechner.de/presse/#infografiken

Multiresistente Keime im Trinkwasser

‚Im Februar 2018 meldete der NDR Erschreckendes: Der Sender ließ stichprobenartig Wasser aus zwölf Flüssen und Seen in Niedersachsen analysieren. Sowohl Wissenschaftler als auch Journalisten vermuteten schlechte Ergebnisse, aber mit einem dermaßen niederschmetternden Fund rechneten sie nicht: Jede einzelne Probe war mit multiresistenten Keimen belastet. Resistente Keime sind neue Gefahren im alten Gewand. Durch den massiven Antibiotikaeinsatz passen sich immer mehr Bakterien an und werden gegen aktuelle Medikamente resistent: Behandlungen gegen die Krankheitserreger sind dann wirkungslos. Die WHO hat bereits gewarnt: „Wenn jetzt nicht schnell und koordiniert gehandelt wird, bewegt sich die Welt in eine postantibiotische Ära, in der gewöhnliche Infektionen und kleine Verletzungen, die für Jahrzehnte behandelbar waren, wieder tödlich sein können.‘ HIER mehr darüber.

Bakterien, die durch die Tierhaltung gegen Antibiotika resistent wurden, bedrohen Millionen Menschen. HIER mehr dazu.

Und jährlich grüßt das Murmeltier: Fleischskandale

Immer wieder tauchten in den Medien Fleisch-Skandale unter den Stichworten Dioxin, Gammelfleisch, Schweinepest, Pferdefleisch in der Lasagne, Vogelgrippe, BSE oder Ehec auf. Schlachtabfälle wurden systematisch in Wurst verarbeitet. HIER ein paar Beispiele.

Fleisch gerät immer wieder negativ in die Schlagzeilen und der Ekel lässt sich kaum in Worte fassen. Dennoch essen die Deutschen durchschnittlich 60kg Fleisch im Jahr pro Person – das sind ca. 1,1kg Wurst- und Fleischwaren pro Woche. Empfohlen sind lt. der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) 300-600g. Damit hat sich der allgemeine Fleischkonsum in der Bundesrepublik im Vergleich zum Jahr 1850 vervierfacht. HIER mehr darüber.

Quelle: https://www.blitzrechner.de/presse/#infografiken

Neue Flüchtlinge kommen zu uns: Wüstenbildung durch Fleischproduktion

Die wachsende Produktion von Fleisch und Milch hat fatale Folgen. Sie kollidiert mit der Bekämpfung von Hunger und Armut. Und sie erschwert Klima- und Artenschutz. Für kein anderes Konsumgut der Welt wird so viel Land benötigt wie für die Herstellung von Fleisch und Milch. Obwohl nur 17 Prozent des Kalorienbedarfs der Menschheit von Tieren stammt, benötigen sie 77 Prozent des globalen Agrarlands. Feuer im Regenwald? Ja – für noch mehr Fläche, noch mehr Tiere und den Soja-Anbau. Mit jedem Stück Fleisch auf unseren Tellern verschwindet ein Stück Regenwald. Hungertod in Afrika? Ja – weil das hier angebaute Getreide nicht ausreicht und für unsere Tiere aus armen Ländern importiert wird, während kleine Kinder dort in den Armen ihrer Mütter verhungern.

Bildquelle: Öko-Test Magazin Oktober 2019

Und beiläufig: Über die fatalen Auswirkungen auf unser Klima (siehe oben im Bild: ‚Ein Kilogramm Rindfleisch verursacht laut Umweltbundesamt bis zu 28 Kilo Treibhausgase, ein Kilo Obst oder Gemüse weniger als ein Kilo‘.) müsste ich einen separaten Text schreiben, denn das Thema ist riesig.

Nun stellt sich die Frage: muss erst der ‚Super-Gau‘ eintreten, damit sich etwas ändert? Muss erst ein Todesfall durch multiresistente Keime oder Darmkrebs in der Familie passieren, bevor wir handeln? Oder erfinden wir dann auch noch Ausreden, um weiterhin nicht auf Fleisch verzichten zu müssen? Lieben wir das Risiko so sehr, dass wir bereit sind, unser Leben dafür zu opfern? Was denkst du?

Übrigens: Wenn du Interesse hast, dich weiterzubilden und was für dein Leben zu lernen, schau mal hier.

Tierheim statt Zoo? Was Kinder dabei lernen können

Ob klein oder groß, wild oder zahm, krank oder gesund: Tierheime nehmen all die Tiere auf, die ihr Heim aus den unterschiedlichsten Gründen wie zum Beispiel Allergien, Krankheit, Scheidung oder Tod des Besitzers verloren haben. Tiere, die aus schlechter Haltung gerettet worden sind oder die als Streuner nie zuvor ein Zuhause hatten. Die Tiere werden dort gepflegt, gefüttert, medizinisch versorgt und nach Möglichkeit trainiert, jedoch fehlt den Mitarbeitern oft die Zeit zum Kuscheln, Spielen und Gassi gehen.

Tierheime dienen in erster Linie der Unterbringung herrenloser Tiere sowie deren kurz- bis mittelfristiger Weitervermittlung an Privatpersonen. Sie werden entweder von Gemeinden oder gemeinnützigen Tierschutzvereinen betrieben. In beiden Fällen ist es jedoch so, dass die laufenden Kosten deutlich höher sind als die Einnahmen. Daher sind im Grunde genommen alle Tierheime auf Spenden und/oder ehrenamtliche Mitarbeit angewiesen.

Die Möglichkeit, die Tiere optimal zu versorgen werden maßgeblich durch die finanziellen Mittel, die dem Tierheim zur Verfügung stehen, beeinflusst. Je mehr Geld vorhanden ist, desto mehr Mitarbeiter können eingestellt werden und desto besser können die Tiere versorgt und auf ihr neues Zuhause vorbereitet werden.

Es erfordert sehr engagierte Mitarbeiter, die auch keine Scheu davor haben, Jungtiere bei sich zuhause zu pflegen und wie ein Baby alle 2-3 Stunden nachts zu füttern und dennoch am Morgen pünktlich bei der Arbeit zu erscheinen.

Viele Tierheime sind bis an ihre räumlichen und finanziellen Grenzen (über-) belegt.

Und obwohl die Tierheime rappelvoll sind und es etliche Tiere gibt, die sich nach einem Zuhause sehnen, welches nicht vom trostlosen Alltag hinter Türen und Gittern bestimmt ist, entscheiden sich viele Menschen für ein Tier von einem Züchter oder nehmen sogar Angebote aus dem Internet wahr. Das bewirkt natürlich, dass das Geschäftsmodell weitergeführt wird und im Zweifelsfall noch mehr Tiere im Tierheim landen.

Tiere sind keine Ware – das müsste jedem bewusst sein. Daher sollte niemals ein Tier im Internet gekauft werden, um eben diesen Markt nicht zu unterstützen. Dabei ist es völlig egal, ob es sich um einen Hund oder einen Fisch handelt. Tiere sind fühlende Individuen und verdienen es, ebenso behandelt zu werden. Dass Tiere ähnlich wie Menschen fühlen und empfinden, ist mittlerweile vielfach wissenschaftlich nachgewiesen.

Bevor man sich ein Haustier kauft, sollte man sich über alle Vor- und Nachteile im Klaren werden.  Bestehen Allergien? Kann man sich ein Tier leisten (Tierarztkosten, Futter, Steuern, etc.)? Wo bleibt das Tier, wenn man in den Urlaub möchte?

  • Warum ist es ratsam, sich zu allererst an ein Tierheim zu wenden, wenn man sich ein Haustier kaufen möchte?

Zu jedem Menschen passt auch ein bestimmtes Tier bzw. eine bestimmte Rasse. Einen großen Vorteil bietet hier das Tierheim. Erfahrene Mitarbeiter können so dabei helfen, eine Fellnase zu finden, die vom Charakter gut zum Menschen passt und auch gegenseitige Bedürfnisse erfüllt. Ältere Herrschaften sind vielleicht mit einer verschmusten Katze oder einem älteren Hund besser beraten, als mit einem quirligen Welpen. Und die Hasenfamilie fühlt sich im Garten wohler, als in einem kleinen Käfig im Kinderzimmer. Genauso wie wir Menschen ganz individuell sind, sind es auch die Tiere. So ist es möglich, im Tierheim den ‚perfekten tierischen Partner‘ zu finden. Und durch jedes auf Lebenszeit vermittelte Tier aus dem Tierheim, entsteht wiederum ein neuer Platz für ein Tier ohne zuhause.

Ein weiterer sehr großer Vorteil ist auch, dass man das Tier ganz in Ruhe kennenlernen kann. Und wenn in dem einen Tierheim gerade kein passender Vierbeiner zuhause ist, findet er sich vielleicht im Nächsten. Wichtig ist auch, es nicht zu überstürzen und ein Tier zu kaufen, weil zum Beispiel das Kind Geburtstag hat.

Da bietet es sich an, dem Kind eher einen ‚Gutschein‘ zu schenken und gemeinsam viele Tiere im Tierheim kennenzulernen.

Um Kindern beizubringen, die Tiere zu achten und zu respektieren, eignen sich ganz hervorragend die Angebote der Tierschutzvereine für Kinder und Jugendliche. Unter anderem wird hier wissenswertes über die Tiere vermittelt, wie zum Beispiel deren oftmals traurige Geschichte und warum sie im Tierheim gelandet sind. Die beste Prävention ist eine frühzeitige Aufklärung der jungen Tierheimbesucher, denen alle Fragen beantwortet werden und denen ein verantwortungsvoller Umgang mit Tieren beigebracht wird.

So wird es auch in Bremen beim Bremer Tierschutzverein angeboten. Sine Ulukaya (im Bild mit Hängebauchschwein Rosi) bietet vier Mal wöchentlich Kinder- und Jugendprojekte für junge Tierschützer und Interessierte an. Gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen werden unterschiedliche Projekte wie aktuelle Tierschutzthemen und artgerechte Tierhaltung oder tierleidfreie Ernährung erarbeitet.

Ziel ist es, den Kindern und Jugendlichen Achtung, Verantwortung und Respekt gegenüber Tieren beizubringen damit der tierische Familienzuwachs nicht eines Tages ebenso im Tierheim landet.

Es werden sogar Projekte dazu in Schulen angeboten, die mit Begeisterung von Schülern und Lehrern angenommen werden.

Auch, wenn man kein eigenes Haustier haben möchte oder aus finanziellen Mitteln oder Zeitmangel ein eigenes Haustier derzeit nicht realisierbar ist, besteht immer die Möglichkeit, ein ‚Haustier auf Zeit‘ durch aktive Mithilfe im Tierheim zu haben.

Tierheime sind auf ehrenamtliche Helfer/innen angewiesen!

Verbringt gemeinsam Zeit in der Natur beim Gassi gehen mit dem Hund oder auch mal eine Kuschelstunde bei den Katzen. Es tut nicht nur dem Tier gut, sondern hilft auch dem Menschen in dieser schnelllebigen Zeit, einfach mal abzuschalten und etwas Gutes zu tun.

Statt einem Besuch im Zoo oder Tierpark, fahrt doch vielleicht mit den Kids ins Tierheim. Während die Kinder im Zoo oder Tierpark lediglich Tiere anschauen können, haben sie im Tierheim die Möglichkeit, direkt mit Tieren in Berührung zu kommen. Sie zu streicheln und mit ihnen zu spielen, was in vielerlei Hinsicht deutlich wertvoller ist – für beide Seiten. Ruft vorher an und erkundigt euch, ob es vielleicht eine Führung gibt oder wie ihr unterstützend mitwirken könnt, um den Tieren zumindest ein Minimalprogramm an Zuwendung, Bewegung und Beschäftigung zu bieten.

Vielleicht entsteht dadurch sogar eine ehrenamtliche Mitarbeit im Tierheim?

Tierheime sind oft vergessen, aber immer auf Hilfe angewiesen. Selbst, wenn euch die Zeit fehlt, um vor Ort für die Tiere da zu sein, könnt ihr mit einer kleinen Spende viel Gutes tun.