Welt retten? Ganz einfach:

Einführung

Welt retten: gewusst wie!

Was erwartet Dich hier?
Kurz gefasst: Ein Experiment

Die Vertrauensfabrik dient unter anderem als Diskussionsforum für Themen zu Mensch, Umwelt (Natur) und Arbeit. Doch soll hier nicht einfach stumpf diskutiert und geschrieben werden. Wir haben ein konkretes Ziel vor Augen.

Unser Ziel:
Wir wollen Millionen von Menschen erreichen, inspirieren und ein Bewusstsein für nachhaltiges Handeln schaffen. Und zwar hauptsächlich jene Menschen, die noch nicht so aktiv dabei sind.

Es geht hier also um:

  • Aufmerksamkeit erregen
  • Bewusstsein schaffen
  • Persönlichkeitsentwicklung
  • Orientierung geben
  • Vertrauen schaffen
  • Gemeinschaftliches Handeln

Interviews

Der Blick hinter die Kulissen

Kian und Neah wollen’s wissen!

Es ist unsere Zukunft! Die Zukunft, die auch du für uns gestaltest. Also fragen wir besser heute schon einmal nach, was du dafür tust!

Das Video ist eine Rarität:

Unser allererstes Interview überhaupt:

Peter Hübner (Tierrechtsaktivist und Mitglied bei „Animals United“) war der erste Interview-Gast überhaupt in unserer Daseinsgeschichte. Und hier soll dieses Interview auch bleiben. Warum? Für uns als Erinnerung an einen Menschen, der sein Licht wirklich gewechselt hat und uns mit seiner Geschichte sehr beeindruckt hat.

Danke, Peter, für Dein Engagement und Deine Unterstützung!


Kaufladen

‚Kleiner Weltretter-Fahrplan‘: mit unseren 25 TOP Tipps, um nachhaltiger zu leben.

Du möchtest das Thema Nachhaltigkeit persönlich angehen, weißt aber nicht wo du anfangen sollst?

Das ging uns ähnlich. Und daher haben wir für dich gelesen und recherchiert, geprüft, getestet und ausprobiert.
Wir zeigen dir, wie einfach es sein kann, die Umwelt und deine eigene Gesundheit zu schützen und nebenbei noch Geld zu sparen!

Mit unserem Fahrplan nehmen wir dich an die Hand und geben dir auf knapp 40 Seiten viele Tipps für den Alltag, die du einfach umsetzen kannst.

Unter den Menüpunkten Müllvermeidung, Ernährung und Clever im Alltag  findest du unglaublich wertvolle Ideen – kompakt und leicht verständlich erklärt, damit du vor allem Zeit sparst. Die Checkliste dient dir als Übersicht.

Du kannst jeden Tag beginnen, ein Weltretter zu sein – warte nicht! 

Hier geht’s zum Fahrplan!

Über uns

Willkommen in unserer Vertrauensfabrik!

Wer sind wir nun?

Wir sind eine ganz normale (und manchmal auch chaotische) junge vierköpfige Familie aus dem Bremer Umland. Jens‘ Idee der ‚Vertrauensfabrik‘ entstand etwa im Jahr 2013 – damals jedoch mit einem ganz anderen Hintergedanken. Ursprünglich sollte es nur um das Vertrauen innerhalb von und mit Firmen gehen. Unter dem Namen ‚Vertrauensfabrik‘ verstand Jana eher ‚welcher Fabrik/welchen Produkten kann ich als Konsument vetrauen?‘. Es kamen also viele Fragen, Gedanken und Interessen hinzu, sodass die Vertrauensfabrik 2018 ein Familienprojekt geworden ist – mit vielen unterschiedlichen Themen. Eben alles, was uns wichtig erscheint. Die Zukunft unserer Kinder liegt in unseren Händen. Wem können unsere Kinder vertrauen? Das wollen wir herausfinden – für uns und auch für dich 🙂

Jens und Jana mit Kian und Neah

Jens

…erzählt gleich noch was Schlaues über sich. Musst einfach nur sein Bild anklicken.

Jana

Ein Kind der 80er. (Ja, sie mag auch die Musik 😊). Mehr gibt es aber nur nach einem Klick auf ihr Foto.

Unser Senf - aktuellste Blogbeiträge

Schokolade – und was dahinter steckt

Die meisten Menschen lieben Schokolade. Ich kenne nur eine einzige Person, die Schokolade gar nicht mag. Also so überhaupt gar nicht. Schokolade ist ein extrem günstiges Genussmittel. Es macht glücklich. Wir essen Schokolade, wenn wir Lust auf Süßes verspüren, wenn wir gestresst sind oder traurig – und wir essen Schokolade zur Belohnung. Aber wenn wir Schokolade essen, denken wir nicht daran, wo sie ihren Ursprung hat. Wir lassen uns vom Geschmack verzaubern; mehr nicht.

Schauen wir hinter die Fassade, bleibt uns dieses zartschmelzende Genussmittel glatt im Hals stecken. Punkt 1: Über 2 Millionen Kinder arbeiten in Westafrika auf Kakaofarmen! Punkt 2: Die Bauern roden für den Kakaoanbau unzählige Hektar Regenwald und machen teilweise nicht mal vor Schutzgebieten halt!

Wie entsteht unsere Schokolade?

  1. Der Kleinbauer/die Kleinbäuerin erntet die Kakaobohne
  2. Die Bohnen kommen zum Händler/Vermahler zur Gewinnung von Kakaobutter und Kakaopulver
  3. Herstellung / Weiterverarbeitung zu Schokolade, etc.
  4. Schokoladenprodukte kommen in den Groß- und Einzelhandel
  5. Schokoladenprodukte landen beim Konsumenten

Laut Kakaobarometer ist Europa der größte Konsument von Kakao und benötigt mehr als zweieinhalb Mal so viel wie die USA. Ursprünglicher Regenwald mit einer Fläche so groß wie die Niederlande wurde abgeholzt, um die Menge von Kakao zu erzeugen, die in der Europäischen Union konsumiert wird.

Ohne Kakao keine Schokolade.

Wenn wir Kakao trinken oder Schokolade essen, machen wir uns darüber keine Gedanken. Schliesslich ist das alles weit weg und für uns kaum vorstellbar, dass Kinder dort arbeiten müssen, während unsere Sprösslinge die Schulbank drücken dürfen.

Allein in Ghana und der Elfenbeinküste – die Länder mit der größten Kakaoproduktion der Welt – arbeiten mehr als zwei Millionen Kinder. Und davon über 90 Prozent, die sich durch Kontakt mit Pestiziden und Arbeiten mit der Machete, um die Kakaobohnen zu ernten, täglich in Lebensgefahr befinden. Bei den größten und für die Industrie somit wichtigsten Anbauländern wird da auch gerne weggeschaut, wenn es um Menschenrechte oder Arbeitsbedingungen geht.

Warum arbeiten Kinder auf den Farmen?

Die Kleinbauern können es sich nicht leisten, Mitarbeiter einzustellen, da sie selbst unterhalb der Armutsgrenze leben müssen. Sie können es sich finanziell nicht leisten, ihre eigenen Kinder zur Schule zu schicken und greifen somit auf sie als billige Arbeitskräfte zurück. Hinzu kommt, dass aus noch ärmeren Nachbarländern wie Mali oder Burkina Faso Menschenhändler Kinder mit Geld locken und sie dann an Kakaoproduzenten verkaufen. Wie die Menschenrechtsorganisation Anti-Slavery International berichtet, werden die Kinder auf den Farmen dann als Sklaven gehalten, die nur wenig zu essen und zu trinken bekommen und täglich bis zu 12 Stunden schuften müssen – ohne Bezahlung. Wer sich der Arbeit verweigert, wird geschlagen.

Wer trägt die Verantwortung?

In erster Linie sind die westafrikanischen Regierungen in der Pflicht, besser zu kontrollieren. Jedoch liegen viele Anbaugebiete so abgelegen, dass eine flächendeckende Überprüfung kaum möglich sei. Die westliche Industrie hatte bereits 2001 mit den Regierungen Ghanas und der Elfenbeinküste versprochen, die schlimmsten Formen der Kinderarbeit (Zwangsarbeit, Prostitution, lebensgefährliche Arbeiten) bis 2005 zu beenden. Auch große Hersteller wie Nestlé, Mars und Ferrero saßen mit am Tisch. Das Ziel scheint so schwer zu erreichen, dass nun beschlossen wurde, bis 2020 die Kinderarbeit um 70% zu reduzieren. Von Abschaffung war nicht die Rede – eine Katastrophe.

Die Kampagne ‚Make Cocolate Fair‘ sieht auch die Bundesregierung in der Verantwortung. Es muss endlich ein Lieferkettengesetz geben, sodass Unternehmen gesetzlich für Menschenrechte und die Ökologie entlang der gesamten Lieferkette verantwortlich sind. Bitte hier die Petition dazu unterschreiben: https://lieferkettengesetz.de/aktuelles/

Schokolade im Test

Im Ökotest Magazin 12/2019 wurde Milchschokolade unter die Lupe genommen und das Ergebnis fiel insgesamt sehr enttäuschend aus, denn nur zwei von 25 Sorten bekamen die Note ‚gut‘. Was mich persönlich schockiert, ist, dass bis auf zwei Marken, alle stark oder sehr stark mit Mineralölbestandteilen belastet sind und bei niemandem eine illegale Entwaldung ausgeschlossen werden kann.

Nur zwei von 25 konnten nachweisen, woher ihr Kakao stammt. Fünf sehr bekannte und zum Teil sehr beliebte Marken konnten Kinderarbeit nicht ausschließen. Diese Marken kennen unsere Kinder hier…

Genügt es, UTZ Certified Kakao oder Fairtrade Cocoa Program zu kaufen?

UTZ garantiert den Bauern keinen Mindestpreis. Sie erhalten von den Händlern den Marktpreis, der ständig schwankt.

Fairtrade garantiert einen Mindestpreis von 2000 Dollar pro Tonne. Somit haben die Bauern zwar ein planbares Einkommen, dennoch sichert es nicht ihre Existenz.

Leider ist nicht jede Schokolade UTZ oder Fairtrade – obwohl es draufsteht. Grund dafür ist der Mengenausgleich. Viele Kleinbauern könnten ihren Fairtrade-Kakao nicht verkaufen, weil die Händler ihn nicht getrennt von den anderen verarbeiten können oder wollen. Somit weiß auch der Hersteller nicht, wo der Kakao genau herkommt und wieviel UTZ oder Fairtrade wirklich drinsteckt.  

Schimpansen vom Aussterben bedroht

In Westafrika wird lt. Umweltschutzorganisation Rettet den Regenwald in rasantem Tempo alles gerodet, was möglich ist, um Kakao anzubauen. In mehr als 20 Naturschutzgebieten der Elfenbeinküste seien die Wälder fast komplett abgeholzt und durch Kakaoplantagen ersetzt. Nicht nur die Umwelt leidet extrem unter diesem Eingriff, sondern auch viele Tiere haben kaum noch Platz zum (Über-)leben. So sind mittlerweile die Schimpansen Westafrikas von Aussterben bedroht und von ursprünglich mehreren hunderttausend Elefanten noch maximal 400 übrig, wie Mighty Earth berichtet.  

Rodungen verschärfen den Klimawandel

Das Jahr 2050 ist eine magische Zahl, die uns immer wieder über den Weg läuft. So auch beim Thema Kakao. US-Wissenschaftler nannten dieses Jahr nach ihren Berechnungen als Ende der Schokolade. Durch den Klimawandel wird es in den Hauptanbauländern zu trocken sein. Schon jetzt kämpfen die Bauern gegen zunehmende Trockenheit und unberechenbare Niederschläge. Sie können nur verlieren, wenn wir ihnen nicht helfen.

Wer Schokolade mag, muss Kakaobauern stärken!

,Schokoladenindustrie und Politik diskutieren seit Jahren darüber, wie sich die Situation der Kakaobäuerinnen und -bauern verbessern lässt. Der Erfolg ist überschaubar: Noch immer gehören Armut und Kinderarbeit zum Alltag auf den Kakaoplantagen in Westafrika. Auf kleinen Flächen bauen die Menschen in mühsamer Handarbeit den Rohstoff für unsere Schokolade an. Von einem Euro, den eine Tafel bei uns kostet, erhalten die Bäuerinnen und Bauern gerade einmal sechs Cent. Zum Überleben reicht das kaum: Vor allem in Westafrika leben die Familien deutlich unter der Armutsgrenze, ein Leben in Würde ist so nicht möglich.‘ heißt es auf INKOTA, die für eine gerechte Welt kämpfen. Hier kannst auch du helfen.

Quellen: ÖkoTest Magazin 12/2019, www.inkota.de, www.makechocolatefair.org, www.antislavery.org, www.mihghtyearth.org, www.lieferkettengesetz.de, www.regenwald.org. Fotos: pixabay

Reinigungsmittel selbst herstellen? (Teil 4)

Wir nähern uns langsam dem Ende und ich möchte einmal Resümee ziehen: grundsätzlich können wir auf die meisten Reinigungsmittel getrost verzichten und unser Geld sinnvoller einsetzten und ganz nebenbei noch die Umwelt schonen.

Im Durchschnitt haben wir Deutschen 15 verschiedene Putzmittel im Schrank – dabei reichen diese sechs vollkommen aus:

Essigreiniger, Geschirrspülmittel, Universalreiniger, Glasreiniger, WC-Reiniger und Scheuermittel.

Und alle sind ganz easy selbst herzustellen! Dazu unten mehr.

Raumsprays, Duftsteine oder -öle lassen sich durch gutes Durchlüften ersetzten.

Desinfektionsmittel und Abflussreiniger können auch einfach durch Essigwasser und Bürste, Spirale oder Saugglocke ersetzt werden: zack – Geldbeutel und Umwelt geschont.  😉

Lt. Statista heißt es: ‚Im Jahr 2018 achteten rund 25,7 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahre beim Kauf von Putz- oder Pflegemittel eher auf die Marke als auf den Preis.‘

Ooops – da hat die Marketing-Abteilung ganze Arbeit geleistet.

Tatsächlich wird der Großteil der Haushaltsreiniger lt. einer Statista-Umfrage bei Aldi, Lidl und Co. gekauft. Im Jahr 2018 waren es immerhin 46,9%. Ökologisch wertvollere Marken wie Frosch (17,6%) oder Denk mit (9,3%) wurden weniger gekauft. Überraschenderweise haben wahrscheinlich etliche Haushalte ein Schnabeltier im Bad, denn mit 29,4% landete die WC-Ente auf Platz zwei der beliebtesten Marken.

Aber lassen wir uns nicht blenden von den Marken. In den letzten Berichten konnten wir ja lernen, dass die meisten Reiniger völlig überflüssig sind.

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Mix it yourself!

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Du brauchst: Wasser, Essigessenz, Natron, Salz, Soda, Kernseife, Zitronensäure/Saft, Spiritus, Speisestärke und Schmierseife für die Top 6 Reiniger!

  • GLASREINIGER: 250 ml Wasser mit 250 ml Spiritus und 3 TL Essig in einer Sprühflasche vermischen.
  • ESSIGREINIGER: 2 EL Essigessenz mit 500 ml Wasser in eine Sprühflasche füllen.
  • SCHEUERMITTEL: Je 2 EL Natron und Speisesalz mit einem kräftigen Spritzer Zitrone und flüssiger Schmierseife verrühren und in ein Vorratsglas oder -behälter geben.
  • GESCHIRRSPÜLMITTEL: 0,5 l Wasser kochen und mit 1 TL Natron, 1 EL Soda und 2 g geriebener Kernseife verrühren. In ein großes Schraubglas (oder Flasche) füllen, abkühlen lassen und später zuschrauben.
  • UNIVERSALREINIGER: 1 l warmes Wasser mit 8 TL geriebener Kernseife verrühren, bis sich alles aufgelöst hat. Dazu kommen 8 TL Natron und 3 TL Zitronensaft.
  • WC-REINIGER: 500 ml kaltes Wasser mit 2 EL Speisestärke mischen und unter Rühren erhitzen. Separat 2 EL Zitronensäure in 100 ml abgekochtes, erkaltetes Wasser geben und 10 ml flüssige Schmierseife dazu geben; alles gut verrühren. Nun alles miteinander vermischen, bis eine zähe Masse entstanden ist.

Jetzt, wo die Sonne so schön in unsere Fenster strahlt, sehen wir erstmal, was sich in der dunklen Jahreszeit an Staub und Spinnweben angesammelt hat. Oft bleibt einiges unentdeckt, wenn es tagsüber trüb ist und wir nur das Innenlicht haben.

Frühjahrsputz ist angesagt 😉 Und bevor wir uns mit Tonnen von unnützen Putzmitteln eindecken, testen wir doch erstmal die einfache, sanfte, günstige und umweltschonende Methode!

Staub wischen? Geht auch ganz einfach mit einer Nylon-Strumpfhose. Die zieht den Staub magisch an – dafür brauchst du keinen Staubwedel oder Microfasertuch. Danach auswaschen und erneut benutzen. Für schwer erreichbare Stellen kannst du die Strumpfhose auch über einen Besen stülpen.

Bad/Küche von Kalk befreien? Da funktionieren zwei Dinge besonders gut: 1. Zitrone aufschneiden und mit der Zitronenhälfte Armaturen usw. abreiben. Oder 2. Bei hartnäckigen oder schwer erreichbaren Stellen etwas Essigessenz auf eine alte Zahnbürste geben und abschrubben (z.B. den Duschkopf).

Holzmöbel polieren? Mische 1/3 Essigessenz mit 3/3 Olivenöl. Schnell noch einen Lappen oder ein altes Geschirrtuch und schon kann’s losgehen!

Abfluss verstopft? Auch dafür brauchst du keine aggressiven Reiniger. Gib‘ 4 EL Natron oder Soda in den Abfluss und gieße ½ Tasse Essigessenz drüber. Das lässt du über Nacht einwirken und spülst es am nächsten Tag mit heißem Wasser nach.

Mikrowelle/Kühlschrank verschmutzt? Die herausnehmbaren Teile des Kühlschranks kannst du per Hand spülen. Zum Auswischen und gleichzeitig desinfizieren eignet sich Essigessenz hervorragend! Festen Schmutz in der Mikrowelle kannst du einfach lösen und danach auswischen: in eine Schale 2 Tassen Wasser und ½ Tasse Essigessenz. Drei Minuten erhitzen, kurz abkühlen lassen und auswischen.

Fazit: Bevor du zu harten Methoden greifst, probiere erstmal die sanften. Um die Ergebnisse zu verbessern helfen dir Zeit und Kraft 😉 Oft müssen die Reiniger einfach länger auf der Oberfläche bleiben, um besser wirken zu können. Stark verschmutzte Wäsche weichen wir ein – und genauso können wir auch mit anderen Dingen im Haushalt verfahren. Des Weiteren spielt oft die Mechanik eine entscheidende Rolle. Mit Bürste, Saugglocke, Spirale, etc. bist du schon mal gut ausgestattet!

Nun viel Spaß beim Ausprobieren und Geld sparen 😉

Teile dein Wissen mit uns: welche Tricks wendest du im Haushalt an?

Reinigungsmittel selbst herstellen? (Teil 3)

Branntweinessig: ich dachte bei dem Namen früher immer an Weinbrand. Aber nein – das hat damit nix am Hut. Wobei die Herstellung zu Hause auf der Grundlage von alkoholischen Getränken historisch gesehen die erste Art der Herstellung war. In allen Familien in denen Alkohol-Reste (z.B. Wein) vorhanden war, wurde in einem speziellen Topf Branntweinessig hergestellt. Heute wird der Hauptteil des Branntweinessigs allerdings industriell hergestellt.

Essig ist auf der ganzen Welt als vielseitiges und günstiges Haushaltsprodukt geschätzt. Die Eigenschaften und die Nutzung sind unglaublich vielseitig: konservieren von Lebensmitteln, entfetten, desodorieren, Kalk entfernen, reinigen, etc.

Es gibt jedoch Unterschiede beim Essig.

Balsamico Essig

‚Aceto Balsamico Tradizionale‘ ist rechtlich geschützt, darf nur in zwei Regionen Italiens hergestellt werden und muss mindestens 12 Jahre reifen. Die günstigere Version ‚Aceto Balsamico‘ wird hier gerne in der Küche für Salate, Süßspeisen oder Soßen eingesetzt.

Essigessenz

Diese mindestens 15%ige Säure ist sehr vielseitig einsetzbar, jedoch zum unverdünnten Verzehr keinesfalls geeignet, da sie ätzend wirkt. Wer sie jedoch 1 zu 4 verdünnt mit Apfelsaft, Wasser oder Wein, kann sich auch ein wohlschmeckendes Dressing daraus zaubern. Andernfalls ist Essigessenz hervorragend für beispielsweise die Reinigung geeignet. Ich nehme es gerne auch zum Waschen.

Branntweinessig

Dieser wird aus verdünntem Branntwein hergestellt. Mit einem Säuregehalt von etwa zehn Prozent ist dieser Essig ebenfalls nicht pur zu verzehren. Vom Geschmack ist er neutral und günstig in der Herstellung, weshalb man Branntweinessig gerne als Zusatzstoff in der Lebensmittelindustrie einsetzt für beispielsweise Soßen, Ketchup oder zum Einlegen von Gemüse.

Tafel-Essig

Wird – wie der Name schon hergibt – gerne für Salate und Co. in der Küche verwendet. Er wird aus Branntwein gewonnen und kann bei ca. 5% Säure direkt als Dressing verarbeitet werden. Auch in dem einen oder anderen Kuchenrezept, Linsensuppe oder Kartoffelsalat steht Tafel-Essig in der Liste.

Kurz gesagt: Zwischen 5% und 15,5% Säuregehalt handelt es sich um Essig; von 15,6% bis 25% ist es Essigessenz. Der Rest ist Wasser.

Tatsächlich ist Essig nicht grundsätzlich vegan. Speiseessig, Apfelessig, Balsamico, etc. wird fast immer aus Wein hergestellt. Da Wein oft mit Gelatine geklärt wird, ist handelsüblicher Weiß- oder Rotwein-Essig nicht vegan. Allerdings gibt es Essige in Bio-Qualität, die ohne tierische Bestandteile geklärt wurden. Wenn es nicht deklariert ist, lohnt es sich, beim Hersteller nachzufragen.

Wo kann ich Essig im Haushalt anwenden?

Die Möglichkeiten sind nahezu unendlich. Hier möchte ich dir ein paar Beispiel aufzählen. Einige habe ich selbst getestet; andere u.a. gefunden auf der Facebook-Seite von Surig.

Wäsche

  • Ich muss gestehen, dass Essig bei uns ganz klar statt Weichspüler eingesetzt wird. Zudem belebt Essig die Farben (auch schwarz!) und entfernt Kalkreste. Ich gebe immer einen guten Schubs ins Weichspülerfach. Keine Sorge: der Geruch verschwindet 😉 Im herkömmlichen Weichspüler sind Schlachtabfälle. Der Talg legt sich auf die Wäsche und macht sie so schön weich. Essig tut’s auch – und ist vegan 😊
  • Auch als Waschmaschinenreiniger optimal: einmal pro Monat läuft die Maschine bei 90 Grad ohne Inhalt – nur mit Essig. Es entfernt Kalk- und Waschmittelreste

Entkalken

  • Egal, ob Terracotta-Blumentopf, Kaffeemaschine, Wasserkocher oder Dusche: Essig ist der günstigste Entkalker, den es gibt!
  • Die Kaffeemaschine kannst du mit einer Tasse Essigessenz und 2 Tassen Wasser nach Anleitung des Herstellers entkalken. Danach 2 Mal mit klarem Wasser nachspülen.
  • Den Wasserkocher reinigst du ebenso mit einer Mischung von 1 Teil Essigessenz und 2 Teilen Wasser. Bis zur Linie füllen, aufkochen lassen, halbe Stunde einwirken lassen und mit klarem Wasser nachspülen.

Geschirrspüler

  • Oops: Sonntagmittag stellst du fest, dass Pulver oder Tab für den Geschirrspüler leer ist? Kein Problem: einfach einen Becher (gut 250ml) Essig in die Maschine geben und Programm auf 65 Grad stellen. Ich habe es schon getestet. Die Maschine sollte nicht rappelvoll und das Geschirr nicht extrem schmutzig sein, sonst kann es sein, dass nicht alles komplett sauber wird.

Desinfizieren

  • Türgriffe, Telefon, Spielzeug, etc.: einfach eine Lösung aus 1/3 Essigessenz und 3/3 Wasser herstellen und Bakterien den Kampf ansagen 😉

Fenster und Spiegel

  • Essigessenz eignet sich ebenso hervorragend als Glasreiniger. Für stark verschmutze Fenster vorab mit Spülmittel und Wasser vorreinigen. Danach Essigessenz mit warmem Wasser mischen im Verhältnis 1:4 – und los geht’s! Ich habe auf einen feuchten Lappen etwas Essigessenz gegeben und die Spiegel damit picobello sauber bekommen – ohne Streifen!

Kühlschrank

  • Ideal um den Kühlschrank zu reinigen und Bakterien und Gerüche zu entfernen: Wasser mit Essig mischen und alles gut auswischen.

Rost entfernen

  • Ich bin begeistert, wie einfach das war: ich habe nur ein paar Tropfen Essigessenz auf eine alte Zahnbürste gegeben und damit die Küchenarmatur abgebürstet. Tada: Rostflecken weg!

Du siehst: mit Essig lässt sich einiges im Haushalt regeln. Probier‘ es auch mal und berichte gerne von deinen Ergebnissen! Kanntest du die Anwendungsgebiete für Essig schon vorher?

Quellen: https://www.essen-und-trinken.de/essig/78725-rtkl-essig-warenkunde, https://www.vegpool.de/magazin/branntweinessig-vegan.html, https://www.facebook.com/SURIG.DE/

Reinigungsmittel selbst herstellen? (Teil 2)

Nachdem ich mit Olivenöl und Zitrone bzw. Olivenöl und Essig schon einiges bewirken konnte, muss nun die Wunderwaffe Natron dran glauben. 😊

Natron kannte ich bisher nur vom Backen oder Kochen und natürlich von unserem selbstgemachten Deo (siehe Blogbeitrag). Kein gekauftes Deo der Welt kommt da ran – das ist schon mal klar. Die Wirkung ist bombastisch gut. Es hält sicher und zuverlässig, ist fix gemacht und besteht aus nur drei Zutaten. Wir lieben es!

Natron macht sich auch in dem einen oder anderen Rezept – von der Suppe über selbstgemachte Brause bis zum Kuchen – ganz gut und glänzt mit seiner Kraft praktisch im ganzen Haushalt. Und obwohl ein kleines Infoheft mit jeder Packung Natron gratis daherkommt, habe ich es bisher nur für oben besagte Dinge genutzt. Das muss sich ändern!

Natron kannten schon die alten Ägypter und nutzten es zum Beispiel bei der Mumifizierung, weil es sich hervorragend eignete, um den Körper zu entwässern. Das Natron, welches wir kennen, wurde jedoch ständig verbessert und wird heute durch chemische Reaktionen hergestellt, bei denen Kreide und Salz eingesetzt werden. Großartig, denn beide Ressourcen sind fast uneingeschränkt vorhanden! Natron ist daher so wertvoll, weil es im Gebrauch keine Risiken für den Organismus, noch die Umwelt darstellt. Dennoch sollte Natron nicht in großen Dosen eingenommen werden, weil es sonst giftig wirken kann.

Unsere (Ur-)Großeltern hatten Natron immer in größeren Mengen zuhause – sie wussten dieses Multitalent im Haushalt sehr zu schätzen. Leider ist der kostengünstige Allrounder bei uns in Vergessenheit geraten und wurde durch viele bunte Flaschen im Drogeriemarkt ersetzt.

Back to the roots: gib’ Natron eine Chance – oder gleich mehrere! 😉

Gesichtswasser/Reinigung

  • Hervorragend bei empfindlicher oder fettiger Haut: Gesicht mit warmem Wasser waschen. Danach etwas Natron in die Handflächen geben und das Gesicht vorsichtig einreiben, anschließend warm abspülen.

Stinkemauken oder schlechter Atem

  • Die Schuhe müffeln? Dagegen brauchst du kein Schuh-Deo 😉 Einfach Natron in die Schuhe geben und mindestens 24 Stunden wirken lassen, bevor du es wieder auskippst. Die Schuhe sind danach desodoriert. Natron ist hervorragend, um Gerüche und Bakterien zu entfernen. Daher eignet es sich auch gut als Mundbad: 1 Teelöffel in 1 Glas Wasser auflösen und gurgeln. Gelegentlich auch etwas Natron auf die Zahnpasta geben, um die Zähen weiß strahlen zu lassen (hervorragend für Tee- und Kaffee-Liebhaber).  

Gemüse, Hülsenfrüchte und Kohl kochen

  • Gib‘ dem Kochwasser eine Messerspitze Natron: so erhält das Gemüse seine schöne Farbe und die Hülsenfrüchte werden schneller fertig und sind besser verdaulich. Bei Kohl (außer Rotkohl) einen Teelöffel Natron auf einen Liter Wasser geben: so wird der Kohl schneller gar, die Vitamine werden geschont und er ist besser bekömmlich.
  • Tomatensoße oder Rhabarber ist zu sauer geworden? Gib‘ ein wenig Natron hinzu, um die Säure zu regulieren.

Polster/Sofa/Teppich

  • Im ‚Windelalter‘ leiden Teppich und Sofa. Sei es durch ausgekippten Saft oder Pipi oder Kotze. Sorry – isso. Ich habe alles immer sofort abgewischt mit Wasser und Spülmittel und danach desinfiziert. Dennoch bleiben hässliche Rückstände. Nun habe ich aus 3 Esslöffeln Natron und 2 Esslöffeln Wasser eine Paste angerührt und die Flecken damit eingerieben. Das Ganze trocknen lassen und schließlich abgesaugt. Dadurch, dass der Stoff nicht glatt ist, werde ich wohl noch eine zweite Anwendung machen müssen. Aber: der Stoff ist oberflächlich gereinigt und desodoriert. Als nächstes werde ich mal das ganze Sofa mit trockenem Natron bestreuen und über Nacht einwirken lassen und wieder absaugen – das nimmt Gerüche.  

Kleidung und Waschmaschine

  • Um unangenehme Gerüche durch Bakterien und Pilze sowie Kalk in der Maschine zu vermeiden, ist es sinnvoll, die Waschmaschine einmal im Monat bei 90 Grad ohne Wäsche zu reinigen. Dazu einfach 150g Natron ins Waschmittelfach geben und starten. (Übrigens geht das genauso beim Geschirrspüler)
  • Um die Leistung des ökologischen Waschmittels zu verstärken bzw. weniger Waschmittel zu nutzen, gib‘ einfach einen Esslöffel Natron ins Spülfach. Die antibakterielle Wirkung des Natrons lässt trotz weniger Waschmittel die Wäsche duften und dient gleichzeitig noch als Weichspüler-Ersatz!
  • Hartnäckige Flecken können mit Natron vorbehandelt werden, indem du das Kleidungstück in einer Schale mit heißem Wasser und einem Esslöffel Natron mindestens eine Stunde lang einweichst, bevor du es in die Maschine gibst.

Spüle/Backofen/Schneidebrett/Grill

  • Natron eignet sich auch hervorragend als Scheuermittel! Dazu stellst du eine Paste aus 250ml Natron und 50ml Wasser her, trägst es auf, rubbelst den Gegenstand ab und spülst mit klarem Wasser nach bzw. reibst es mit einem feuchten Tuch ab. Bei starkem Schmutz am Besten mindestens 12 Stunden einwirken lassen!

Aufbewahrung: Natron mag es nicht kalt und ist nach einer Kühlschrank-Lagerung nicht mehr aktiv und muss entsorgt werden. Um zu testen, ob es noch aktiv ist, kannst du 2 Esslöffel Branntweinessig in eine Schale geben und mit einem Esslöffel Natron bestreuen. Schäumt es? Glückwunsch – ist noch aktiv! Natron daher bestenfalls trocken im Schrank aufbewahren.

Hast du Natron selbst schon genutzt?

Die Vertrauensfabrik dient unter anderem als Diskussionsforum für Themen zu Mensch, Umwelt (Natur) und Arbeit. Die Themen können jeweils den einzelnen, als auch die Kombination aller drei Bereiche umfassen.

Ziel ist es, dass am Ende Thesen aufgestellt und bewertet werden. Die Bewertung soll durch die Masse (Community) und eines selektierten Expertenkreises erfolgen. Am Ende soll eine vereinfachte Gegenüberstellung der aktuellen Meinung (die der  Community und natürlich des Expertenkreises) die Entscheidung für deine Meinung erleichtern. Die Entscheidung triffst du schlussendlich selbst, doch hoffen wir mit unserem Diskurs deinen Weg dorthin erleichtert und dir auch etwas Zeit gespart zu haben.

Wir möchten dich zu nachhaltigem Handeln ermutigen und dir nachhaltige Firmen und Produkte vorstellen.

Wir möchten dich zu nachhaltigem Handeln ermutigen und dir nachhaltige Firmen und Produkte vorstellen.

🙂

Wir danken dir für dein Vertrauen 

P.S.:
Auf unseren Seiten erwähnen wir Produkte und andere Firmen die teilweise auch mit Links versehen sind. Dies kann man als Werbung betrachten, die entweder unbezahlt ist oder Dich direkt zu Shops von Unternehmen führen, wo Du das Produkt direkt erwerben kannst. Hierfür erhalten wir gegebenenfalls eine Provision. Für Dich wird dadurch das Produkt nicht teurer und Du unterstützt somit unser Familienprojekt ohne Folgekosten. Wir bewerben nur Produkte hinter denen wir wirklich stehen und sind offen für jeden Diskurs.

Wenn Du genauere Informationen hierzu erhalten möchtest, so kannst DU uns gerne kontaktieren.