Welt retten? Ganz einfach:

Einführung

Welt retten: gewusst wie!

Was erwartet Dich hier?
Kurz gefasst: Ein Experiment

Die Vertrauensfabrik dient unter anderem als Diskussionsforum für Themen zu Mensch, Umwelt (Natur) und Arbeit. Doch soll hier nicht einfach stumpf diskutiert und geschrieben werden. Wir haben ein konkretes Ziel vor Augen.

Unser Ziel:
Wir wollen Millionen von Menschen erreichen, inspirieren und ein Bewusstsein für nachhaltiges Handeln schaffen. Und zwar hauptsächlich jene Menschen, die noch nicht so aktiv dabei sind.

Es geht hier also um:

  • Aufmerksamkeit erregen
  • Bewusstsein schaffen
  • Persönlichkeitsentwicklung
  • Orientierung geben
  • Vertrauen schaffen
  • Gemeinschaftliches Handeln

Interviews

Der Blick hinter die Kulissen

Kian und Neah wollen’s wissen!

Es ist unsere Zukunft! Die Zukunft, die auch du für uns gestaltest. Also fragen wir besser heute schon einmal nach, was du dafür tust!

Das Video ist eine Rarität:

Unser allererstes Interview überhaupt:

Peter Hübner (Tierrechtsaktivist und Mitglied bei „Animals United“) war der erste Interview-Gast überhaupt in unserer Daseinsgeschichte. Und hier soll dieses Interview auch bleiben. Warum? Für uns als Erinnerung an einen Menschen, der sein Licht wirklich gewechselt hat und uns mit seiner Geschichte sehr beeindruckt hat.

Danke, Peter, für Dein Engagement und Deine Unterstützung!


Unsere Projekte

Unsere erste Mission, unser erstes Experiment.

Nur mal angenommen, unsere Welt sei tatsächlich in Gefahr und es scheint ein fast aussichtsloses Unterfangen die Menschheit und ihren Lebensraum vor den Bösen zu retten. Wäre die Realität von Superhelden dann nicht cool?

Wir lassen wieder von uns hören, wenn es weitergeht.

Über uns

Willkommen in unserer Vertrauensfabrik!

Wer sind wir nun?

Wir sind eine ganz normale (und manchmal auch chaotische) junge vierköpfige Familie aus dem Bremer Umland. Jens‘ Idee der ‚Vertrauensfabrik‘ entstand etwa im Jahr 2013 – damals jedoch mit einem ganz anderen Hintergedanken. Ursprünglich sollte es nur um das Vertrauen innerhalb von und mit Firmen gehen. Unter dem Namen ‚Vertrauensfabrik‘ verstand Jana eher ‚welcher Fabrik/welchen Produkten kann ich als Konsument vetrauen?‘. Es kamen also viele Fragen, Gedanken und Interessen hinzu, sodass die Vertrauensfabrik 2018 ein Familienprojekt geworden ist – mit vielen unterschiedlichen Themen. Eben alles, was uns wichtig erscheint. Die Zukunft unserer Kinder liegt in unseren Händen. Wem können unsere Kinder vertrauen? Das wollen wir herausfinden – für uns und auch für dich 🙂

Jens und Jana mit Kian und Neah

Jens

…erzählt gleich noch was Schlaues über sich. Musst einfach nur sein Bild anklicken.

Jana

Ein Kind der 80er. (Ja, sie mag auch die Musik 😊). Mehr gibt es aber nur nach einem Klick auf ihr Foto.

Unser Senf - aktuellste Blogbeiträge

Alles nur für’s Geld?

Die verheerenden Feuer und der anschließende Dauerregen in Australien machen uns alle betroffen. Wir kennen die Bilder aus den Medien und sind bestürzt über die Schäden, die Mensch, Tier und Natur betreffen. Wir sollten jedoch nicht vergessen, dass solche Katastrophen nicht nur in Australien wüten. Denn mit dem Brand des Regenwaldes in Brasilien brennt die grüne Lunge der Erde. Und dazu ist Fleisch das Stichwort. In Deutschland ist Fleisch eines der beliebtesten Lebensmittel. Dank der Subventionen vom Staat ist es mit einem niedrigen Mehrwertsteuersatz auch sehr günstig zu bekommen. Aber was hat der Regenwald mit dem Fleischkonsum in Deutschland zu tun?

Es geht um Flächen. Der Wald wird brandgerodet, um mehr Fläche für den Futtermittel-Soja-Anbau oder Weidefläche für Rinder zu schaffen. Brasilien ist der größte Exporteur für Rindfleisch und der zweitgrößte für Soja als Tierfutter.

Fleisch und Milch sind die größten Klimakiller. Auf Utopia heißt es: ‚Fleisch und Milch haben den größten Einfluss auf den Planten. Eine Studie zeigt: Würden wir auf Fleisch und Milch verzichten, bräuchten wir gerade mal ein Viertel aller landwirtschaftlich genutzten Flächen – und die Menschheit würde immer noch satt werden.‘ Lies hier den kompletten Bericht.

Klimakiller: Gülle in Hülle und Fülle

 Lt. einem Bericht von Bayerischer Rundfunk  verursacht die Land- und Forstwirtschaft sowie andere Landnutzung 23% der Treibhausgase – mehr als der weltweite Verkehr zusammen. Wiederkäuer wie Rinder haben eine extrem schlechte Klimabilanz, denn durch ihre Rülpse und Pupse stoßen sie Methan aus – und das ist 25-mal schädlicher als CO2. Auch Gülle ist ein riesiges Problem, denn durch den hohen Stickstoffgehalt, der auf die Felder gelangt und nicht komplett von den Pflanzen aufgenommen werden kann, entsteht Lachgas. Lachgas ist sogar 300-mal klimaschädlicher als CO2.

Die Erderwärmung lässt sich begrenzen, wenn wir den Konsum von tierischen Lebensmitteln drastisch reduzieren. Es muss nicht jeder sofort Veganer werden, dennoch könnten wir den Klimawandel enorm eindämmen, wenn wir mindestens die Hälfte des Konsums von tierischen Lebensmitteln auf Pflanzliche umstellen.

Davon wollen jedoch die meisten nichts wissen, denn mit tierischen Produkten lässt sich gutes Geld verdienen, wie Statista* beweist: im Oktober des Jahres 2019 wurden in der Fleischverarbeitungsindustrie rund 1,8 Milliarden Euro umgesetzt.

Auch der Fleischkonsum hierzulande ist nicht zu verachten. Besonders zum Mittagessen wird in Deutschland gerne Fleisch und Wurst verzehrt. Lt. Statista* summierte sich im Jahr 2018 der menschliche Verzehr von Fleisch auf rund 60,2 Kilogramm pro Kopf – also etwa 1,16 kg pro Woche. Empfohlen von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sind jedoch 300-600 Gramm; je nach kalorienbedarf. Der übermäßige Konsum ist also nicht nur klimatechnisch ein Problem, sondern auch noch ungesund.

Laut Weltgesundheitsorganisation ist rotes Fleisch wahrscheinlich krebserregend. Verarbeitetes Fleisch und Wurstwaren werden bei häufigem Verzehr als ’sicher krebserregend‘ eingestuft.

Auch in der Milchwirtschaft sieht es nicht besser aus. Die Zahlen lt. Statista* belegen, dass der Milchmarkt weiterhin boomt: ‚Im Oktober des Jahres 2019 setzte dieser produzierende Zweig der Ernährungsindustrie rund 2,35 Milliarden Euro um.‘

Im Jahr 2018 wurden in Deutschland pro Kopf rund 26 Kilogramm Vollmilch und 88,2 Kilogramm Frischmilcherzeugnisse verbraucht. Das ist deutlich mehr, als die DGE empfiehlt.

Dass konventionelle Milch derartig geschützt wird, obwohl sie dem Klima erheblichen Schaden zufügt, ist beinahe irrsinnig. Noch irrsinniger ist es, dass regionale und klimafreundliche Hafermilch nicht als ‚Milch‘ gekennzeichnet werden darf und mit 19% besteuert wird. Die Politik schützt die Goldquelle ‚Milchindustrie‘ – und allen schadet es am Ende des Tages. Die Geschichte mit der Steuer ist so unglaublich veraltet und kurios, denn auch Medikamente, Wasser oder Babynahrung werden mit 19% besteuert. Und das, was erwiesenermaßen uns und den Planeten krank macht, kommt mit dem kleineren Steuersatz davon.

Lt. Ökotest hat die Universität Augsburg berechnet, was Fleisch tatsächlich kostet. Darunter fallen dann auch die versteckten Kosten, die durch Umweltschäden entstehen: Stickstoff, Treibhausgas-Emissionen und Energieverbrauch.

Milch ist eigentlich 30 Prozent teurer – und Fleisch wird mit noch mehr berechnet. Würde man also den tatsächlichen Preis berechnen, würde die Nachfrage automatisch sinken – zugunsten des Klimas. Back to Sonntagsbraten?! Eine mögliche Lösung!

Passt das zusammen? In Brasilien wird die Natur und vor allem der Regenwald zerstört, indigene Völker werden vertrieben und unzählige Tierarten müssen ihr Leben lassen, während bei uns in Deutschland tierische Lebensmittel verramscht werden und Bauern zum Nulltarif schuften. Wer kann das mit seinem Gewissen vereinbaren? Wir Verbraucher bestimmen den Markt und jede/r einzelne von uns entscheidet für oder gegen das Klima mit seinem Einkaufszettel – besser: mit seinem Stimmzettel.

Jeder Einkauf zählt!

Wie heißt es so schön: ‚Die Hoffnung stirbt zuletzt!‘ Das dachte ich, nachdem ich mir auf Statista* die Zahlen zu veganen Produkten ansah. Ist Deutschland das Eldorado für Veganer? Rund 15 Prozent der weltweit neu eingeführten veganen Lebensmittel im Jahr 2018 feierten ihre Premiere auf dem deutschen Markt – mehr als in Großbritannien und den USA. In Deutschland wurden im Jahr 2015 rund 134 Millionen US-Dollar mit dem Verkauf von Fleischersatzprodukten erwirtschaftet. Im Jahr 2019 stieg der Anteil auf knapp 230 Millionen US-Dollar. Im Jahr 2020 wird mit über 255 Millionen gerechnet.

Das lässt doch hoffen. 😉 Ich muss auch sagen, wie schön es ist zu erleben, dass sich in der Familie, im Freundes- und Bekanntenkreis immer mehr Menschen dafür interessieren. Gerade dann ist es besonders erfreulich, wenn sie sich ursprünglich nicht dafür öffnen wollten und plötzlich dieses ‚Aha-Erlebnis‘ hatten. Wenn sie ebenso anfangen, sich zu informieren und zu hinterfragen und sich nicht mehr von der Macht der Gewohnheit, der Industrie, Politik und Werbung einlullen lassen.

Es ist spürbar, wie eine Welle über Deutschland schwappt. Die Menschen sind offener und interessiert an gesunder Ernährung. Bio boomt und pflanzliche Lebensmittel rücken immer mehr in den Fokus. Zwar essen wir Deutschen entgegen der Empfehlung der DGE noch immer das Doppelte an Fleisch, dennoch stellen immer mehr Menschen fest, dass nicht nur die Tiere und der Planet darunter leiden, sondern auch die eigene Gesundheit.

Die Angst davor, auf leckeres Essen verzichten zu müssen, ist wohl für die meisten die größte Hürde, sich überhaupt dafür zu öffnen. Oft gerät der Gedanke bei pflanzlicher Kost an das, was Kaninchen oder Kühe fressen. Klar, solche Menschen gibt es auch. Sie ernähren sich komplett rohvegan. Zugegebenermaßen wäre das auch nichts für mich. Zwar finde ich Gemüsesticks unheimlich lecker, dennoch würde mir einfach die deftige, warme Mahlzeit fehlen.

Zuhause ist das ja mit den rein pflanzlichen Menüs auch alles kein Ding, aber wie ist es außerhalb? Zum Glück wird es täglich einfacher, denn es gibt immer mehr Cafés, Restaurants und Imbisse, die richtig leckere Alternativen zu Bratwurst und Co. anbieten. In jeder Stadt findet man heute unglaublich leckere Alternativen zu Fleisch und Wurst, welche weder Umwelt, Tieren, noch Gesundheit schaden – und auch in ländlichen Gegenden wächst das Angebot. Die meisten Gastronomien sind inzwischen darauf eingestellt und haben dementsprechend ihre Karte angepasst. Sollte mal nichts zu finden sein, kann man immer danach fragen. Ein guter Koch kann spontan auch etwas rein pflanzliches zaubern. Notfalls gehen Pasta mit Tomatensoße, Salat oder Pommes immer 😉

Klimarettung geht uns alle an. Und wenn jeder von uns etwas tut, können wir gemeinsam so viel erreichen – und können vor allem als Vorbild für andere Länder fungieren 😊

Quellen: Statista *(alle Statistiken können mit einem Account eingesehen werden), Ökotest Heft 10/2019, Utopia, BR. Fotos: Pixabay

Neujahrsvorsatz: nachhaltiger leben, Ressourcen schonen

Hm, eigentlich halte ich persönlich nicht viel von Vorsätzen, die an einen bestimmten Tag festgemacht werden. ‚Ab 01.01. rauche ich nicht mehr, beginne ich meine Diät, gehe ich öfter zum Sport, fahre weniger Auto, etc.‘. Braucht es dafür den ersten Januar eines neuen Jahres? Ich finde, jeder Tag kann der Start für ein nachhaltigeres Leben sein.

Gute Vorsätze brauchen kein bestimmtes Datum

Als ich heute einen Bericht über die Flüchtlingscamps auf der griechischen Insel Samos sah‘, wurde mir wieder bewusst, in welchem Luxus wir hier leben. Mir trieb‘ es Tränen in die Augen, als die Kinder zwischen drei und acht Jahren interviewt wurden und von ihren Wünschen sprachen. Die Lebensbedingungen sind so grausam, dass täglich sogar Kinder (!) Suizidversuche unternehmen, weil sie keinen anderen Ausweg mehr sehen. Unvorstellbar. Sie haben Angst, nachts von den Ratten gebissen zu werden, sie schlafen zwischen Müllbergen und unter Zeltdächern, sie haben keine Möglichkeit sich zu waschen und sie bekommen nicht mal täglich etwas zu essen, weil es einfach nicht reicht. Das Lager wurde ursprünglich für 500 Menschen eingerichtet. Im Lager und drum herum leben mittlerweile jedoch über das Elffache an Menschen! Die Kinder wünschen sich, zur Schule gehen zu dürfen, sie haben Tränen in den Augen, sind traumatisiert, weil sie aus Kriegsgebieten geflohen sind und teilweise ihre Angehörigen und Familien verloren haben. Und sie verstehen nicht, warum sie dort im Camp gefangen sind. Es geht nicht weiter – und es gibt auch keinen Weg zurück. So hatten sie sich Europa nicht vorgestellt.

Mir wurde bewusst, dass diese Situation auch uns treffen kann. Wenn nicht durch einen Krieg, dann vielleicht dadurch, dass wir es unterstützen, dass südlich gelegene Länder durch uns unbewohnbar gemacht werden und die Menschen gezwungen sind, uns zu überlaufen.

Unser Lebensstil beruht auf Rohstoffen. Die meisten Rohstoffe wachsen nicht so schnell nach, wie wir sie abbauen (lassen). Dieser Raubbau an der Umwelt wird uns eines Tages schwer einholen.

Die für uns wichtigsten Rohstoffe sind Baumwolle für Kleidung, Soja als Tierfutter für die Fleischproduktion und Lithium für Batterien für beispielsweise Elektroautos. Keine dieser Rohstoffe bauen wir selbst an, bzw. ab – und wissen daher oft auch nichts über die Menschen und die Umwelt in den Anbauländern.

Da wir aber nicht genug bekommen und immer mehr haben wollen, geht unsere Gier zulasten der Biodiversität in den Anbauländern wie Indien (Baumwolle), Brasilien (Soja) und der Andenregion in Südamerika (Lithium).

Kurz gesagt bedeutet es, dass wir mitverantwortlich sind, wenn dort Wasser und Erde mit Pestiziden verseucht werden, wenn Brandrodungen vorgenommen werden, wenn Seen austrocknen, wenn Menschen ausgebeutet werden, wenn Kinder arbeiten müssen, wenn Menschen und Tiere vertrieben werden, ihren Lebensraum verlieren, krank werden oder sogar sterben müssen.

Flucht ist oft die einzige Hoffnung

Was tun Menschen, denen ihr zuhause genommen wird? Sie fliehen. Sie hoffen auf ein besseres Leben anderswo. Am besten dort, wo sie gehört haben, dass es Arbeit gibt, Schulbildung, Nahrung und medizinische Versorgung. Wenn sich also jemand daran stört, dass immer mehr Flüchtlinge zu uns kommen – ganz egal aus welchem Grund – sollten genau diejenigen alles dafür geben, um nachhaltiger zu leben und Menschen in anderen Ländern ein ebenso lebenswertes Leben zu ermöglichen.

Nachhaltiger zu leben bedeutet für uns auch gleichzeitig, den Planeten – unsere einzige Heimat – zu schützen. Wir müssen daher unseren schlechten Einfluss ändern, wenn wir uns ein schönes Leben wünschen.

Es ist viel einfacher als vielleicht angenommen. Jeden Tag können wir zu einer besseren Zukunft beitragen. Jeder einzelne von uns. Unsere Entscheidungen sind maßgeblich verantwortlich; wir haben die Zukunft ein Stück weit in der Hand. Wir können Vorbilder sein – für unsere Kinder als auch für andere Länder!

Was können wir tun?

Zunächst mal ist eine Bestandsaufnahme sinnvoll. Gerne glauben wir schnell daran schon sehr nachhaltig zu leben. So ging es uns persönlich auch. Dann kam alles mal zu Papier und somit die traurige Tatsache, dass ordentlich Verbesserungspotenzial nötig war. Um den eigenen Lebensstil zu reflektieren, hilft es schon, sich ein paar Minuten Zeit zu nehmen und einige Fragen zu beantworten. Das Ergebnis wird dich überraschen; schau mal hier!

Nach unseren Ergebnissen machten wir uns Schritt für Schritt an die Arbeit heran und veränderten nach und nach die Dinge, die besonders schwerwiegend bezüglich der Umweltbelastung sind. Es ist ein Prozess, an dem wir noch lange arbeiten werden. Aber jeder noch so kleine Schritt zählt!

Hier ein paar Tipps und Denkanstöße:

  • Nachhaltig produzierte Kleidung kaufen und sie viele Jahre tragen (ich habe einige T-Shirts, die schon über fünfzehn Jahre alt sind)
  • Deutlich weniger kaufen und Second Hand in Erwägung ziehen                                          
  • Viel weniger tierische Produkte, insbesondere Fleisch, konsumieren, um die Zerstörung des Regenwaldes nicht weiter zu unterstützen
  • Öffentliche Verkehrsmittel und Fahrrad dem Auto vorziehen

Ja, die Politik muss auch dazu beitragen. Das winzige Klimapäckchen allein wird nicht reichen. Dennoch dürfen wir uns nicht zurücklehnen und darauf warten, dass andere Menschen sich ändern. Jeder von uns kann einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz leisten. Als Greta Thunberg erstmals in den Klimastreik trat, hätte sie auch nicht erwartet, welche Kreise es weltweit ziehen würde. Wir haben also ein aktuelles Beispiel. Kämpfen lohnt sich. Und wenn es nicht für uns ist, dann doch für unsere Kinder und Enkel, denen wir ein Leben auf der Erde genauso wünschen, wie wir es wollten, oder?

Sie vertrauen uns! Treffen wir doch für sie die bestmöglichen Entscheidungen

Alles fängt bei uns allein an, also nimm dir die Zeit für Deine Bestandsaufnahme und fang‘ noch heute an, die Welt zu einem besseren Ort zu machen 😊 Du schaffst das!

SO wird (k)ein Schuh draus!

Rückruf von Ricosta Kinderschuhen aufgrund von Chromgiften: diese Schlagzeile ist kein Einzelfall.

‚Immer wieder werden Lederprodukte aus dem Verkehr gezogen, weil sie mit dem krebserregenden Chrom VI belastet sind‘ liest man auf der Seite von PETA.

Der Großteil der Tierhäute wird nicht pflanzlich, sondern mit Chrom gegerbt. Das ist nicht nur für die Träger der Lederbekleidung oder Schuhe gefährlich. Besonders Menschen und Natur werden bei der Verarbeitung von Tierhäuten unwiderruflichem Schaden ausgesetzt.

Die Kinderschuhe von Ricosta waren bereits zwei Jahre lang auf dem Markt, als die hohe Schadstoffbelastung ans Licht kam und die Schuhe zurückgerufen wurden.

Auch Ökotest nahm sich dem Thema Kinderschuhe an und fand in allen getesteten Sneakern problematische Inhaltsstoffe. So fielen zwölf von 13 getesteten Schuhen mit ‚mangelhaft‘ durch.

Gefunden wurden Anilin, ein Farbstoffbestandteil, der unter Krebsverdacht steht und das Nervengift Blei, sowie das krebserregende aromatische Amin Benzidin, als auch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die ebenfalls im Verdacht stehen, Krebs auszulösen.

Lederpuschen für Kids sind für uns völlig ’normal‘
– doch wissen Eltern über die Chrombelastungen und Gefahren Bescheid?

Ist Leder ein Naturprodukt?

Die Herstellung von Leder ist tatsächlich eine der schmutzigsten Industriezweige der Welt. Zunächst werden unzählige Tiere (vornehmlich Rinder) für die Lederproduktion gezüchtet und qualvoll gehalten. Für die Tiere werden Flächen benötigt, für die auch Wälder gerodet werden. Zudem brauchen die Tiere Wasser, Futtermittel und Medikamente. Rinder stoßen Methan aus, welches 25 Mal klimaschädlicher ist als CO2! Hinzu kommen Unmengen an Gülle, die die Böden verseuchen.

Das ist alles erst die Vorstufe. Wenn die Tiere geschlachtet wurden und die Häute abgezogen, muss verhindert werden, dass diese verwesen. Entweder werden die Häute gekühlt, was ein sehr hoher Energieaufwand ist, oder sie werden tonnenweise mit Salz bedeckt, welches ebenfalls stark die Umwelt belastet.

In der Gerberei müssen zunächst die Haare von den Häuten entfernt werden. Die Tierhäute werden dafür in eine Flüssigkeit aus Kalk, Sulfiden und Enzymen gelegt. Danach werden sie in Chrom III -Salzen gegerbt. Achtet man nicht auf die optimale Dosierung, entsteht das hochgiftige Chrom VI. Chrom VI ist ein häufiges Allergen, welches sich durch Oxidation auch noch lange nach dem Kauf der Lederschuhe bilden kann. Des Weiteren werden standardmäßig Aluminium, Schwefelsäure, Natriumchlorid, etc. in der Gerbung verwendet, sodass das Lederprodukt am Ende in bis zu zwanzig kg Chemikalien gebadet hat.

* Lies hier die 7 Gründe, warum Leder kein Naturprodukt ist.

Gerberei in Marokko

Diese Leder-Produkte (u.a. auch viele Marken-Kinderschuhe) wurden zurückgerufen!

* Leder: wer arbeitet in der Industrie?

Abgesehen von der katastrophalen Idee, die Giftbrühe in die Flüsse abzuleiten, müssen auch Kinder ohne Schutzkleidung in der Industrie hart arbeiten.

In Ländern wie China, Indien oder Bangladesch wird billig produziert – immer zu Lasten der Umwelt und der dort lebenden Menschen. Ohne ausreichende Schutzkleidung stehen Arbeiter täglich in Chromlaugen und sind gesundheitsschädlichen Dämpfen ausgesetzt. Arbeits- und Umweltschutzgesetzte werden nicht eingehalten und so ist es auch üblich, dass Kinder oft in frühen Jahren mithelfen, weil Väter oder Mütter bereits so stark erkrankt sind, dass sie nicht mehr arbeiten können.  Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO werden über 90 Prozent der Gerbereiarbeiter bereits vor ihrem 50. Lebensjahr sterben.

Kinderarbeit in der Schuhindustrie: auch in der Türkei keine Seltenheit.

* Wohin mit den Abwässern?

Der toxische Schlamm aus Tierhaaren, Fleischresten, Schwermetallen und Chromsalzen wird meist ungefiltert in Flüsse geleitet. Durch die Schadstoffe, die im Boden versickern, wird das Grundwasser verseucht. Ein Leben am und im Fluss ist für Säugetiere und Fische nicht möglich. Sie sterben an Vergiftungen.

* Ist Leder recyclebar?

Grundsätzlich würde sich die Tierhaut zersetzen. Da sie aber gegerbt und somit mit Chemikalien bearbeitet wurde, um möglichst lange haltbar zu sein, kann dieser Prozess nicht mehr stattfinden. Altleder muss daher verbrannt werden, wobei das hochgiftige Chrom freigesetzt werden kann.

* Was kann ich als Verbraucher/in tun?

Um die Lederindustrie, die der Umwelt schadet und Menschen und Tiere ausbeutet, nicht weiter zu unterstützen, ist es wichtig, sich nach fairen und umweltfreundlichen Alternativen umzusehen.

Beim Kauf von Schuhen aus künstlichen Materialien beispielsweise, verrät schon der Geruchstest, ob sie mit bedenklichen Chemikalien belastet sind. Also als allererstes immer am Schuh schnuppern. 😉 Riechen sie unangenehm? Unbedingt die Finger davonlassen.

Barfuß in den Schuhen ist oftmals keine gute Idee, denn so können Gifte direkt über die Haut in den Körper gelangen.

Du möchtest ein Naturprodukt und keinen Kunststoff am Fuß? Wie du ja jetzt weißt, ist Leder kein Naturprodukt. Aber es gibt mittlerweile sehr gute, wenn nicht sogar bessere Alternativen!

Informiere dich über die Materialien, aus denen der Schuh besteht. Können sie bestenfalls recycelt werden?

Meine alten Lederboots trage ich noch so lange, bis nichts mehr geht. Sie jetzt wegzuschmeißen, wäre auch nicht im Sinne der Nachhaltigkeit. Einige Paar gut erhaltene Lederschuhe habe ich jedoch bereits verkauft und mir dann Schuhe aus fairer Produktion ohne Tierbestandteile gekauft.

Korkeiche: für die Produktion von Kork muss der Baum nicht sterben, da die Rinde vorsichtig abgeschält wird.

Ich für mich habe ganz neu Stiefel aus Kork entdeckt. Es ist ein nachwachsender Rohstoff, bei dem der Baum bei der Ernte keinen Schaden nimmt. Zudem werden die Schuhe in Portugal unter fairen Arbeitsbedingungen produziert. Ich konnte mir absolut nichts darunter vorstellen, aber ich bin wirklich positiv überrascht, wie weich und zugleich robust das Material ist. Schuhe und Stiefel aus Kork haben außerdem den großen Vorteil, dass sie nachhaltig und ökologisch sind. Sie können nach ihrer sehr langen Lebensdauer sogar recycelt werden und sind leicht zu reinigen

Den ersten Shop, den ich aufgesucht habe, um nach fairen und nachhaltigen Schuhen zu suchen war Anifree Shoes.

Wie der Name schon verrät, bekommst du hier sämtliches Schuhwerk frei von jeglichem Gift, toten Tieren oder Umwelt- und Menschenausbeutung.

Zudem kannst du dich darauf verlassen, kompetent, freundlich und zuverlässig beraten zu werden: per Mail, auf Facebook, Instagram oder per WhatsApp. Du erhältst deine plastikfreie Lieferung kostenlos und hast ein 100-tägiges Umtauschrecht. Hier wird Lifestyle mit Verantwortung kombiniert! Probiere es aus: die Auswahl ist groß – und was könnte schöner sein, als seinen Lieblingsschuh viele Jahre tragen zu können? 😊

Warum uns die Psyche sagt, was wir essen sollen

Eigentlich ist es nicht schwer, das „Warum“ zu erklären. Es ist schlicht und einfach die Macht der Gewohnheit. Hinzu kommt, dass wir täglich durch die Medien beeinflusst werden. Oft sogar, ohne dass wir es merken.

Wir entscheiden also nicht selbst. Die Kinder sind fremdbestimmt durch die Eltern und Erwachsenen, und die Erwachsenen kennen es nicht anders von ihren Eltern bzw. lassen sich durch die Werbung von neuen Produkten zum Kauf verleiten.  

Bleiben wir mal bei den Kindern. Kein Kind würde jemals von alleine auf die Idee kommen, eine Kuh zu melken, um die Milch zu trinken oder gar ein Tier zu töten, auszuweiden, zu zerlegen und es danach auf dem Grill, in der Pfanne oder im Kochtopf zuzubereiten. Die Kinder trinken und essen Lebensmittel tierischen Ursprungs, weil es ihnen serviert wird. Und zwar so, dass sie nicht erkennen können, woher es kam und wie es in ihren Becher oder auf ihren Teller gekommen ist. Selbst wenn sie es miterleben dürften und an unserem Verhalten nichts außergewöhnlich Abscheuliches erkennen würden, würden sie also lernen, dass es scheinbar völlig normal ist. Schließlich leben wir es ihnen so vor. Es gab zudem Zeiten, da gehörte es zum Überleben dazu. Jedoch haben wir uns stets weiterentwickelt und wissen heute deutlich mehr als je zuvor. Auch, dass wir das alles so nicht mehr wirklich machen müssten.

Kinder lieben Tiere und würden von sich aus niemals ein Tier essen wollen

Ich persönlich entschied‘ mich irgendwann, ehrlich zu sein. Die Wahrheit zu sagen und unseren Kindern nichts mehr vorzumachen. Als ich anfing unserer 3-jährigen Tochter zu erzählen, dass in Schokolade Kuhmilch ist und Kuhmilch für kleine Kälber ist und nicht für Menschen, wollte sie sie irgendwann nicht mehr essen. Das passierte nicht von heute auf morgen, aber es dauerte tatsächlich nur wenige Wochen, bis sie verstand, dass Chicken Mc Nuggets mal gelebt haben. Natürlich kann man einem dreijährigen Kind keine Details erklären, aber dass Fleisch von Tieren kommt und diese Tiere dafür leiden und sterben mussten, wenn wir das Fleisch essen wollen, schon. Und das begreifen auch Kinder in dem Alter sehr gut und können danach ihre eigenen Entscheidungen treffen. Wenn wir beim Einkaufen sind und sie sich Süßigkeiten aus dem Regal zieht, ruft sie laut: ‚Mama, ist das vegan?‘ Zum Schmunzeln…früher sagte sie immer ‚gegaan‘. Ich beantworte ihr jede Frage und nehme mir Zeit, die Verpackungen zu erforschen und lese es ihr auch vor, wenn zum Bespiel Gelatine, Milch oder Ei in Produkten enthalten sind, von denen man es nie erwartet hätte. Ein dreijähriges Kind weiß zwar nicht, was Gelatine ist, aber ich erkläre ihr dann, dass es aus Schweinehaut und Schweineknochen gemacht wird. Und das reicht ihr, um es wieder ins Regal zurück zu legen. Mittlerweile bin ich stolz darauf. Zum einen, dass ich endlich ehrlich zu meinen Kindern bin und zum anderen, dass sie es interessiert und sie freiwillig verzichten.

Vegan ist nicht die Ernährungsweise, die die Mehrheit der Menschen praktiziert – also ist es erstmal ‚nicht normal‘. Schauen wir uns die Werbung an (egal, ob Fernsehen, Zeitschrift, Radio, Kino, etc.) wird uns ganz klar aufgetischt, dass es normal ist, Muttermilch einer fremden Spezies zu konsumieren und in Stücke zerlegtes Tier im Supermarkt zu kaufen. Das sollen wir als ‚normal‘ ansehen – und damit wir das auch nicht vergessen, bekommen wir es tagtäglich von allen Seiten präsentiert. Und eben weil es ständig präsent ist und gefühlt jeder es konsumiert, wird es als völlig natürlich betrachtet und auch gar nicht hinterfragt.

Zumindest nicht, bis der Tag kommt, an dem sich die Spirale plötzlich nicht mehr weiterdreht und man einen Fehler erkennt. Etwas, das einem komisch vorkommt. Man wird neugierig und beginnt, nachzudenken, möchte mehr erfahren und hinterfragt diese ‚Normalität‘. Ich fand‘ den Vergleich, von dem Caro und Stephie von Beautiful Commitment in ihrem Podcast erzählten, sehr gut erklärt und vor allem gut nachvollziehbar. Stell‘ dir also vor, da ist ein kleines Stück Tapete an der Wand locker. Es steht ab und schreit förmlich danach, angefasst und abgerissen zu werden. Was passiert, wenn du daran reißt? Ganz klar, das Stück wird größer. So ist es auch mir ergangen. Ich war auch gefangen in dieser Blase und habe alles hingenommen; habe konsumiert, ohne zu hinterfragen – bis eben dieser eine entscheidende Moment kam. Und die Leichtigkeit des Alltags nicht mehr da war. Vor meiner veganen Zeit war ich sehr tierlieb – aber ich habe spezifiziert. Da waren die hübschen Tiere, die man gerne anfasst und mit denen man spielt und dann waren da die Zootiere, die man sich ansah und dann waren da noch die Tiere, die man aß. Ich allein habe den Unterschied gemacht – nicht irgendwer anders. Ich habe entschieden, welche Rolle ein Tier in meinem Leben spielt. Dass Tiere Gefühle haben, denken können, Freundschaften schließen, Angst und Schmerzen empfinden genau wie wir, war mir nicht bewusst. Es interessierte mich auch irgendwie nicht wirklich bzw. war nicht auf meiner Prioritätenliste. Gewalt gegenüber Hunden, Katzen oder Pferden war für mich grauenvoll, jedoch habe ich Gewalt in der Massentierhaltung zugelassen. Es schien irgendwie eine andere Gewalt, eine Normale zu sein. Bis ich eben zu diesem Stück Tapete kam und anfing, das ganze System zu hinterfragen. Und je mehr ich mich damit beschäftigte, desto absurder wurde es.

Das Ziel: Die Verbindung zwischen dem Lebewesen und dem Essen wieder herzustellen

Was nämlich erschreckend hinzukam ist das Wissen, dass wir mit unserer antrainierten Ernährungsweise nicht nur unsagbar schlimmes Tierleid verantworten, sondern uns selbst Schaden zufügen. Zum einen gesundheitlich und zum zweiten auch in Bezug auf unser Klima. Die Erkenntnis, dass drei wichtige Faktoren gegen den Konsum von tierischen Produkten sprechen war hart und ganz schön aufwühlend. Mit so vielen neuen Informationen muss man auch erstmal umgehen können. Das mit den Tieren hatte ich verstanden. Aber warum Gesundheit und warum Klima?

Lt. einem Bericht der Zeitschrift ÖkoTest 10.2019 killt der Fleischkonsum unser Klima. In Deutschland ist Fleisch eines der beliebtesten Lebensmittel. Dank der Subventionen vom Staat mit einem niedrigen Mehrwertsteuersatz ist es günstig zu bekommen. Aber was hat der Regenwald mit dem Fleischkonsum in Deutschland zu tun? Es geht um Flächen. Der Wald wird brandgerodet, um mehr Fläche für den Futtermittel-Soja-Anbau oder um Weidefläche für Rinder zu schaffen. Brasilien ist der größte Exporteur für Rindfleisch und der zweitgrößte für Soja. Fleisch und Milch sind tatsächlich die größten Klimakiller.

Laut dieser Studie aus dem Sommer 2019, die mit 40.000 Agrarbetrieben in 119 Ländern durchgeführt wurde, könnten wir unser Klima retten und müssten dafür noch nicht einmal auf Elektroautos umsteigen oder auf Flüge verzichten.

Fakt ist: Die Erderwärmung ließe sich begrenzen, wenn wir den Konsum von tierischen Lebensmitteln drastisch reduzieren.

Davon wollen jedoch die meisten nichts wissen, denn mit tierischen Produkten lässt sich gutes Geld verdienen. In Brasilien wird die Natur zerstört, indigene Völker werden vertrieben und unzählige Tierarten müssen ihr Leben lassen, während bei uns in Deutschland tierische Lebensmittel verramscht werden.  Dass konventionelle Milch derartig geschützt wird, obwohl sie dem Klima erheblichen Schaden zufügt, ist beinahe irrsinnig. Noch irrsinniger ist es, dass regionale und klimafreundliche Hafermilch nicht als ‚Milch‘ gekennzeichnet werden darf und mit 19% besteuert wird. Die Politik schützt die Goldquelle ‚Milchindustrie‘ – und schadet damit uns allen am Ende des Tages.

Die Geschichte mit der Steuer ist so unglaublich kurios, denn Medikamente oder Babynahrung werden mit 19% besteuert. Und das, was erwiesenermaßen uns und den Planeten krank macht, kommt mit dem kleineren Steuersatz davon.

Lt. ÖkoTest hat die Universität Augsburg berechnet, was Fleisch tatsächlich kostet. Darunter fallen dann auch die versteckten Kosten, die durch Umweltschäden entstehen: Stickstoff, Treibhausgas-Emissionen und Energieverbrauch.

Milch ist eigentlich 30 Prozent teurer und Fleisch liegt prozentual sogar noch höher. Würde man also den tatsächlichen Preis inklusive der Schadensregulierung berechnen, so würde die Nachfrage vermutlich automatisch sinken – zugunsten unseres Klimas. Allein das Wissen, dass für die Produktion von einem Kilo Rindfleisch über 15.000l Wasser benötigt werden, lässt mir den Atem stocken.

Und dann ist da noch das Thema Gesundheit. Wenn ich an die Krebserkrankungen, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Adipositas und Bluthochdruck im Familien- und Bekanntenkreis denke, frage ich mich immer wieder, ob das nicht hätte vermieden werden können. Denn lt. der China Study sind die direkten Zusammenhänge zwischen unserer Ernährung und der Entstehung vieler chronischer Erkrankungen längst wissenschaftlich belegt! Die China-Study wurde bereits in den 70ern und 80ern durchgeführt, jedoch erst 2011 ins Deutsche übersetzt. In der Studie wird deutlich, dass die Menschen, die am meisten Tierprotein zu sich nahmen, am häufigsten an Herzerkrankungen, Krebs und Diabetes litten. Außerdem zeigen die Ergebnisse, dass Herzerkrankungen, Diabetes und Adipositas mit Hilfe einer gesunden Ernährungsweise reversibel sind, also rückgängig gemacht werden können. Andere Untersuchungen zeigen, dass verschiedene Krebserkrankungen, Autoimmunerkrankungen, der Zustand von Knochen und Nieren, das Sehvermögen und altersbedingte Hirnschäden (z.B. kognitive Störungen und Alzheimer) in einem überzeugenden Ausmaß durch Ernährung beeinflusst werden. Und trotz dieses Wissens und zahlreicher Folgestudien gilt man als Veganer noch immer als Exot.

Krebsvorsorge fängt bei der Ernährung an

Diejenigen, die meinen ehemals Steak-vernichteten Ehemann zum Nachdenken brachten und schließlich von der veganen Ernährungsweise überzeugten, waren Lars Walther und Niko Rittenau. Lars hielt seinen Vortrag Everyday Heroes über die Zusammenhänge unserer Ernährung und den Auswirkungen auf unsere Umwelt und das Klima – und Niko beeindruckte mit seinem unglaublichen Fachwissen zum Thema Ernährung. Er ist gelernter Koch und studierte Ernährungsberatung, Mikronährstofftherapie und Regulationsmedizin. Zudem brachte Niko im September 2018 sein über 400 Seiten dickes Buch Vegan-Klischee ade!* heraus, in dem er unzählige Studien und wissenschaftlichen Erkenntnisse zusammenfasst und sämtliche Vorurteile der veganen Ernährung gegenüber, basierend auf der aktuellen Studienlage, objektiv und undogmatisch erläutert.

Es gibt also eine Lösung! Eine Lösung für mehr Tierwohl, eine Lösung für bessere Gesundheit und eine Lösung gegen den Klimawandel – quasi das 3-in-1-Paket. Es ist so einfach umzusetzen, es ist so nah – wir müssen es nur noch begreifen! 😉

*(Hinweis: dies ist ein Affiliate-Link. Beim Kauf über diesen Link unterstützt du unser Familienprojekt 🙂 Wir sagen Danke!)

Die Vertrauensfabrik dient unter anderem als Diskussionsforum für Themen zu Mensch, Umwelt (Natur) und Arbeit. Die Themen können jeweils den einzelnen, als auch die Kombination aller drei Bereiche umfassen.

Ziel ist es, dass am Ende Thesen aufgestellt und bewertet werden. Die Bewertung soll durch die Masse (Community) und eines selektierten Expertenkreises erfolgen. Am Ende soll eine vereinfachte Gegenüberstellung der aktuellen Meinung (die der  Community und natürlich des Expertenkreises) die Entscheidung für deine Meinung erleichtern. Die Entscheidung triffst du schlussendlich selbst, doch hoffen wir mit unserem Diskurs deinen Weg dorthin erleichtert und dir auch etwas Zeit gespart zu haben.

Wir möchten dich zu nachhaltigem Handeln ermutigen und dir nachhaltige Firmen und Produkte vorstellen.

Wir möchten dich zu nachhaltigem Handeln ermutigen und dir nachhaltige Firmen und Produkte vorstellen.

🙂

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