Welt retten? Ganz einfach:

Einführung

Welt retten: gewusst wie!

Was erwartet Dich hier?
Kurz gefasst: Ein Experiment

Die Vertrauensfabrik dient unter anderem als Diskussionsforum für Themen zu Mensch, Umwelt (Natur) und Arbeit. Doch soll hier nicht einfach stumpf diskutiert und geschrieben werden. Wir haben ein konkretes Ziel vor Augen.

Unser Ziel:
Wir wollen Millionen von Menschen erreichen, inspirieren und ein Bewusstsein für nachhaltiges Handeln schaffen. Und zwar hauptsächlich jene Menschen, die noch nicht so aktiv dabei sind.

Es geht hier also um:

  • Aufmerksamkeit erregen
  • Bewusstsein schaffen
  • Persönlichkeitsentwicklung
  • Orientierung geben
  • Vertrauen schaffen
  • Gemeinschaftliches Handeln

Interviews

Der Blick hinter die Kulissen

Kian und Neah wollen’s wissen!

Es ist unsere Zukunft! Die Zukunft, die auch du für uns gestaltest. Also fragen wir besser heute schon einmal nach, was du dafür tust!

Das Video ist eine Rarität:

Unser allererstes Interview überhaupt:

Peter Hübner (Tierrechtsaktivist und Mitglied bei „Animals United“) war der erste Interview-Gast überhaupt in unserer Daseinsgeschichte. Und hier soll dieses Interview auch bleiben. Warum? Für uns als Erinnerung an einen Menschen, der sein Licht wirklich gewechselt hat und uns mit seiner Geschichte sehr beeindruckt hat.

Danke, Peter, für Dein Engagement und Deine Unterstützung!


Unsere Projekte

Unsere erste Mission, unser erstes Experiment.

Nur mal angenommen, unsere Welt sei tatsächlich in Gefahr und es scheint ein fast aussichtsloses Unterfangen die Menschheit und ihren Lebensraum vor den Bösen zu retten. Wäre die Realität von Superhelden dann nicht cool?

Wir lassen wieder von uns hören, wenn es weitergeht.

Über uns

Willkommen in unserer Vertrauensfabrik!

Wer sind wir nun?

Wir sind eine ganz normale (und manchmal auch chaotische) junge vierköpfige Familie aus dem Bremer Umland. Jens‘ Idee der ‚Vertrauensfabrik‘ entstand etwa im Jahr 2013 – damals jedoch mit einem ganz anderen Hintergedanken. Ursprünglich sollte es nur um das Vertrauen innerhalb von und mit Firmen gehen. Unter dem Namen ‚Vertrauensfabrik‘ verstand Jana eher ‚welcher Fabrik/welchen Produkten kann ich als Konsument vetrauen?‘. Es kamen also viele Fragen, Gedanken und Interessen hinzu, sodass die Vertrauensfabrik 2018 ein Familienprojekt geworden ist – mit vielen unterschiedlichen Themen. Eben alles, was uns wichtig erscheint. Die Zukunft unserer Kinder liegt in unseren Händen. Wem können unsere Kinder vertrauen? Das wollen wir herausfinden – für uns und auch für dich 🙂

Jens und Jana mit Kian und Neah

Jens

…erzählt gleich noch was Schlaues über sich. Musst einfach nur sein Bild anklicken.

Jana

Ein Kind der 80er. (Ja, sie mag auch die Musik 😊). Mehr gibt es aber nur nach einem Klick auf ihr Foto.

Unser Senf - aktuellste Blogbeiträge

‚Halt! Stopp!‘ rief die Erde – und wir fingen an

Allein – und dennoch gemeinsam mit anderen Menschen, die irgendwo da draußen etwas Gutes tun. Sie haben den Hilfeschrei wahrgenommen; so wie wir. Immer wieder mal und manchmal kaum hörbar. Aber nun ist es nicht mehr zu überhören und zu übersehen. Obwohl sich viele Menschen dem Thema noch immer nicht nah genug fühlen und weiterhin so tun, als sei alles in Ordnung, werden es täglich mehr, die nicht mehr wegschauen. Täglich mehr Menschen, die sich ändern und anpacken. Denn das ist der Punkt. Eine (Ver-) Änderung kann zunächst erstmal unbequem sein. Es ist immer einfacher, bei den alten Gewohnheiten zu bleiben. Dennoch kann der Preis, den wir alle dafür zahlen müssen, extrem hoch sein. Wir sind mittlerweile einfach zu viele Menschen auf diesem Planeten, um so weiterzuleben, wie bisher. Da wir zudem ungerne mal eben die Hälfte oder gar mehr ausrotten möchten, bleibt uns nur, nachhaltiger zu leben und uns bewusster zu verhalten.  

Wir müssen uns also die Frage stellen, was wir täglich ändern können. Warum wir das müssen? Ganz einfach: weil wir derzeitig mehr Ressourcen verbrauchen, als uns zur Verfügung stehen – wenn wir gleichermaßen allen Menschen ein gerechtes, unbeschwertes Leben gönnen wollen. So unbeschwert wie jetzt können wir in Zukunft so oder so nicht mehr leben. Eine Veränderung wird kommen, warum also nicht jetzt schonmal schauen, wo man am besten bei sich selbst anfangen kann. 😉

Für die einen sind es nur furchtbare Prognosen, für die anderen -übrigens spricht hier die Mehrheit der Wissenschaft davon- der bevorstehende Klimawandel samt seiner Naturkatastrophen. Was wir hier generell einmal richtig stellen müssen:

Der Planet Erde wird sich regenerieren. Der Klimawandel gefährdet weniger die Erde, sondern das Leben auf ihr – und insbesondere das der Menschen.

Sich selbst damit auseinanderzusetzten, ist mühsam und braucht Zeit. Zeit, die wir uns alle nehmen sollten.  Was hier vielleicht jedem helfen kann, sind Vorbilder. Menschen, die bereits nachhaltig leben und von denen wir uns etwas abgucken können: Orientierung für den richtigen Weg.

Wichtig ist, den Fokus auf sich selbst zu halten. Wir sind nämlich ganz groß darin, auf andere zu zeigen und zu sagen ‚Hey, wenn du schon nachhaltig leben willst, dann darfst du jetzt aber nicht mehr…‘

Dieses Bild twitterte Greta Thunberg im Januar 2019 auf der Zugreise von Schweden in die Schweiz und wurde hart kritisiert.

Schauen wir uns das am Beispiel von Greta Thunberg an. Ich sah obiges Foto von Greta. Sie fuhr am 22.01.2019 über 30 Stunden im Zug nach Davos (Schweiz), um am Weltwirtschaftsforum teilzunehmen. Während andere Teilnehmer mit ihrem Privatjet anreisten, sparte Greta Unmengen an CO2, die die fliegenden Teilnehmer nicht mal kompensieren könnten, wenn sie zu Fuß zurückliefen. Aber das spielte hier offensichtlich keine Rolle.

Greta wagte es tatsächlich, einen in Plastik abgepackten Salat und eine Packung Toast (ebenso in einer Plastiktüte) mitzunehmen. Gefundenes Fressen für ihre Hater. Die Hasskommentare konnten peinlicher nicht sein. Ich habe mich so abgrundtief geschämt für die Menschen, die sich darüber ausgelassen haben. Sie haben die Nadel im Heuhaufen gesucht – und gefunden. Erwachsene Menschen, die sich vermutlich bis dahin nicht mal freiwillig mit dem Thema intensiv auseinander gesetzt haben. Anstatt sich mit dem Inhalt der Aussagen zu befassen und sie als Vorbildfunktion zu loben, wird Greta als Person kritisiert und als psychisch krank dargestellt. Sie solle lieber zur Schule gehen, heißt es. Menschen fühlen sich angegriffen und brechen emotional aus. Sachliche und sinnvolle Argumente sind dann leider eher die Seltenheit.

Als Greta das erste Mal von der Klimaveränderung erfuhr, war sie ca. 8 Jahre alt. Sie begann mehr darüber zu lesen und je mehr sie las, desto weniger konnte sie nachvollziehen, dass Menschen einfach so weiter lebten wie bisher und nichts unternahmen. Somit beschloss sie, ihre Lebensweise zu ändern, um – wie sie selbst im Interview sagt – sich wieder im Spiegel ansehen zu können: Verzicht auf Flugreisen, vegane Ernährung, Konsum-Stopp bzw. nur noch das Nötigste neu kaufen und vor allem informieren – speziell Menschen in höheren Positionen. Greta ist für viele Menschen Inspiration und Vorbild. Sie ist der lebende Beweis dafür, dass jede einzelne Person etwas bewirken kann.

Es geht nicht darum, 24/7 perfekt zu sein! Das kann niemand – und das kann auch niemand von anderen erwarten. Es geht darum, den bestmöglichen Weg hinsichtlich einer gesunden Zukunft einzuschlagen. Und da geht es nicht darum, dass man mal kurz vom Weg abkommt, sondern darum, dass man wieder zurück in die Spur kommt.

  • Ein erster Schritt ist es, sich im eigenen Wohnraum umzusehen. Was gibt es an materiellen Dingen, an Deko, an Kleidung, an Haushaltswaren, an Lebensmitteln, an Elektrogeräten, Kosmetika, etc., die man nur hat, weil man sie vielleicht toll findet und nicht, weil man sie dringend braucht? Auf was davon könnte man in Zukunft verzichten? In der Herstellung von Produkten wird viel Energie benötigt. Oft kann man es umgehen und zu einem gut erhaltenen gebrauchten Produkt greifen.
  • Sehr viel kann man auch bewirken, wenn man seine Ernährung genauer unter die Lupe nimmt. Was konsumiere ich tagtäglich? Hier versteckt sich zum Beispiel eine große Hebelwirkung, bei der jede kleine Veränderung schon sehr viel bewirkt, weil es jeden Tag gleich mehrere Mahlzeiten betrifft.
  • Schon mal den Energieverbrauch im Haushalt unter die Lupe genommen? Man kann Ökostrom beziehen und natürlich darauf achten, dass möglichst wenig elektrische Geräte aktiv sind. Ich selbst dachte immer, ein Hefeteig würde nur mit einer Küchenmaschine gut gelingen. Pustekuchen: 10-15 Minuten den Holzlöffel durch den Teig wirbeln gibt Muckis. 😉 Den abgedeckten Teig stelle ich im Winter zum Gehen an die Heizung – klappt hervorragend. Das ist jetzt nur eins von vielen kleinen Beispielen. Es soll zum Nachdenken anregen: wo kann man einsparen?
  • Wir verschwenden Unmengen an Lebensmitteln. Das ist mir ein besonders wichtiger Punkt. Ich rette Lebensmittel vor der Tonne und greife beim Einkaufen auch gerne zu den Produkten, die das Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht oder sogar schon überschritten haben. Dieses Datum schreckt tatsächlich viele Menschen ab; ist aber lediglich eine Zahl. Häufig sind die Produkte noch Wochen oder gar Monate später genießbar (kommt natürlich immer auf das Produkt an). Für die Produktion der Lebensmittel und die Verpackungen sind Unmengen an Energie und Wasser geflossen – eine Schande, wenn es ungenutzt im Müll landen würde.
  • Jede kleine Tat ist wertvoll! Beim Sparziergang draußen entdecke ich oftmals achtlos in der Natur entsorgten Müll. Besonders Kippen, Luftballons und Plastikbecher können tödliche Konsequenzen für Tiere haben. Es macht einen riesigen Unterschied, ob ich wegschaue oder den Müll mitnehme und entsorge. Mittlerweile habe ich eine kleine Tüte dabei, um zumindest ein wenig aufzuheben und somit einen kleinen Beitrag leisten zu können.
  • Welche Verkehrsmittel stehen zur Verfügung und welche kann ich nutzen? Wenn du zum Beispiel ein Auto hast und auch häufig nutzt, versuche immer, irgendwie die Fahrten sinnvoll zu gestalten. Auf dem Weg zur Arbeit oder nach Hause kaufe ich oft ein oder lege Termine so, dass ich nicht extra losfahren muss, sondern möglichst viele Dinge auf einem Weg erledigen kann. Wenn ich es vorher planen kann, fahre ich auch mit dem Rad. Das müsste ich viel öfter tun. Ein Punkt, an dem ich persönlich viel mehr arbeiten muss.

Es gibt immer Dinge, die einem leicht fallen und andere, die schwer oder zögerlich umsetzbar sind. Dennoch finde ich es wichtig, nicht aufzugeben und im Alltag immer wieder neue Versuche zu starten; auch, wenn man zeitweise raus ist. In den meisten Fällen ist es reine Gewohnheit, daher ist es so wichtig, sich gedanklich damit zu beschäftigen.

  • Manchmal sind Menschen privat auch schon einige Schritte gegangen und leben nachhaltiger und umweltbewusster. Und plötzlich wird der Job hinterfragt. Da kommt dann der Zwiespalt. Ist der Job mit dem nachhaltigen Lebensstil vereinbar? Hin und wieder kann man als Mitarbeiter etwas Positives bewirken und auf der Arbeit ein Umdenken anregen. Manchmal geht das jedoch nicht oder man stößt mit seinen Ideen auf taube Ohren. Das macht unzufrieden und unglücklich und bewegt Menschen dazu, sich einen Job zu suchen, der sinnvoll im Hinblick auf die Zukunft ist. Aber wie findet man einen Job, der zum neuen Lebensstil passt? Auf der Seite Good Jobs könnte man zum Beispiel fündig werden.
Alex und Kian in der ‚Lass ma nachhaltig‘ – WG in Berlin

Zurück zur Inspiration! Wir brauchen Menschen, die uns vorleben, wie es geht. Menschen, die uns inspirieren und Mut machen. Einer davon, den wir auch persönlich kennenlernen durften, ist Alex. In sozialen Netzwerken bekannt als ‚Gutmensch Alex‘. In diesem Interview erzählt Alex, was jeder einzelne tun kann, um seinen persönlichen CO2-Fußabdruck zu verkleinern. Auch, wenn dich persönlich nicht jeder Punkt davon anspricht, sind es zumindest einige großartige Denkanstöße, die dir helfen können.

Wir freuen uns, wenn du bereits die ersten Schritte getan hast oder dich dieser Beitrag inspiriert hat, ab heute etwas zu ändern. Ins Handeln kommen: das ist das A und O. 😊

Ist Tourismus mit Klimaschutz vereinbar?

Ich bin gelernte Reiseverkehrskauffrau. Heute nennt sich das Tourismuskauffrau. Der Job ist nicht besonders gut bezahlt; macht aber viel Spaß. Ich habe gelernt, wie man den Menschen Erholung verkauft. Ich habe gelernt, wie man noch mehr Umsatz machen kann. Ich habe gelernt, wie man am Preiswertesten verreisen kann. Ich habe gelernt, dass man von mir erwartet, dass ich nahezu jedes Ziel persönlich kenne oder mich trotzdem gut auskenne, wenn ich selbst nicht dort gewesen bin. Ich habe gelernt, wie die Kunden eine 7-tägige Flugreise ans Mittelmeer für schlappe 350€ in einem guten Hotel mit all-inclusive bekommen können.

Ich habe jedoch nie gelernt oder mir gar Gedanken gemacht, was es für andere Menschen und die Umwelt bedeutet, billig zu verreisen. Ich habe nicht die Schattenseiten des Kreuzfahrt-Tourismus, der all-inclusive-Verpflegung und der Billigflieger betrachtet – bis Anfang 2018. Es kam der Punkt, an dem ich Schritt für Schritt alles überdachte. Von der Ernährung über die Lebensweise, vom Konsum bis hin zu meinem Job.

Es gab Momente, in denen ich kündigen wollte, weil ich es einfach nicht mehr ertragen konnte. Plötzlich wurde die ursprüngliche Freude über einen Buchungsabschluss von Sorgen begleitet, ob diese Art der Reise denn nun wirklich notwendig gewesen wäre. Eine einzelne Reise ist sicher nicht gerade schlimm, aber der Billig-Tourismus weltweit schon. Für fünf Tage zum Christmas-Shopping nach New York oder für ein bis zwei Tage den Junggesellen-Abschied auf Mallorca feiern – ist das wirklich notwendig? Kopfzerbrechen bereiten mir besonders Kundenwünsche wie ‚ich habe neun Tage Zeit und möchte gerne eine Karibik-Kreuzfahrt machen‘. Erst der Flug, der schon unglaublich viel CO2 kostet und danach noch die Fahrt auf der schwimmenden Kleinstadt… Mir kommt dann gleich die Karte in den Sinn, die anzeigt, wie viele Schiffe oder wie viele Flugzeuge derzeit auf der Erde unterwegs sind. Das ist wirklich erschreckend; schaut euch das mal an…

Ultrafeine Partikel können die Atemwege schädigen und ins Blut gelangen

Dieser Zwiespalt war für mich grausam. Auf einmal habe ich alles infrage gestellt. Ich war dennoch finanziell auf den Job angewiesen, die Nähe des Büros ist ideal und die Arbeitszeiten hätten nicht praktischer mit dem Familienalltag übereinstimmen können. Dennoch konnte ich nicht mehr so unbeschwert verkaufen, wie früher. Und natürlich fiel meiner Chefin die Veränderung auf. Nur was tun? Von heute auf morgen zum ‚Öko‘? Und das im Reisebüro?  

Hinzu kamen Sprüche von Bekannten wie ‚Du lebst doch jetzt nachhaltiger – dann darfst du ja auch nicht mehr im Reisebüro arbeiten‘.  Zunächst hat mich diese Aussage erbost, denn: wie stellten sie es sich vor? Aufhören zu arbeiten und auf Sozialhilfe angewiesen sein, weil kaum ein Arbeitgeber es möglich macht, sich seine Arbeitszeiten praktisch auszusuchen?

Ich war gefangen in dieser Zwickmühle. Dennoch hat mich gerade diese Aussage darin bestärkt, weiter zu machen und nicht in ein Loch zu fallen. So habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich in meinem Job das Bestmögliche tun kann, um auch den einen oder anderen Kunden mitzuziehen und zu begeistern. Eine Kündigung meinerseits hätte nämlich nur zur Folge gehabt, dass jemand anderes meine Stelle besetzt, der/die sich null Gedanken über die Zukunft macht. Also: Ärmel hoch.

Als Erstes musste ich meine Chefin überzeugen, dass ich ihr Lebenswerk nicht zerstören will, jedoch die Zeit für eine Veränderung reif ist. Veränderungen passieren nicht von heute auf morgen, aber jetzt, nach über einem Jahr, hat sich einiges im Büro getan. Wir haben die Kataloge auf ein Minimum reduziert und statt 20-30 Stück von jedem Veranstalter und jedem Zielgebiet jetzt nur noch maximal 5 Stück – und einige haben wir gar nicht mehr als Printausgabe. Wenn es draußen hell genug ist, bleibt im Büro immer das Licht aus. Wir drucken nur noch das Nötigste und mittlerweile auch auf Recyclingpapier. Aber vor allem macht es mich glücklich, dass wir jetzt mit nachhaltigen Veranstaltern zusammenarbeiten und diese auch unseren Kunden anbieten können.

Beim Verband für nachhaltigen Tourismus Forum Anders Reisen bieten nachhaltige und zukunftsorientierte Reiseveranstalter außergewöhnliche Reiseerlebnisse an. Fairness dem Mensch und der Natur gegenüber sind ein zentraler Punkt dieser Plattform.

Ich persönlich möchte nicht mehr Teil dieser überflüssig veranstalteten Reisen sein. Ich fliege nicht mehr für einen Tag nach Mallorca, um mit dem Bus über die Insel zu jetten und mir drei Hotels anzusehen. Solche Trips werden Reisebüromitarbeitern kostenfrei angeboten, um sich weiterzubilden. Ist das nicht völlig verrückt?

Nein, ohne mich. Ich bewerbe mich jetzt nur noch für umweltfreundliche Inforeisen. Auf die Schnelle lernt man sowieso nichts richtig kennen. Reisen – nicht hetzten – dann bleiben die Eindrücke auch besser hängen und vor allem bleibt die Erholung dabei nicht auf der Strecke. So war ich eine Woche zum Wandern und Radfahren in Irland und vier Tage mit der Bahn in der Schweiz. Vor Ort dann unterwegs mit Fahrrad, Bus, Bahn und zu Fuß – es war traumhaft!  Und das hätte ich nie gedacht, denn ich war selbst immer der klassische All-inclusive-schicki-micki-Clubhotel-Urlauber.  

Ich denke mittlerweile anders. Alles braucht Zeit und perfekt werde ich nie sein können, aber das ist auch nicht mein Anspruch. Was mich selbst freut ist, dass ich endlich begriffen habe, dass ich so viel dazu beitragen kann, die Schönheit der Erde zu erhalten, ohne komplett aufs Reisen verzichten zu müssen. Ich möchte nicht nur nehmen, sondern auch etwas zurückgeben – und ich sehe meine Aufgabe darin, dasselbe an meinem Arbeitsplatz weiterzugeben.

Das heißt nicht, dass ich nie wieder fliegen werde. Aber ich suche mir meine Flugreise mit Bedacht aus. Und es muss auch nicht mehr jedes Jahr eine Flugreise sein, wie ich finde. Weniger oft fliegen, dafür länger vor Ort bleiben. Anstatt zwei Mal eine Woche im Jahr zu fliegen, bevorzuge ich eine längere Reise alle zwei Jahre.

Zudem – was ich 2018 auch noch nicht wusste – kann jeder Passagier seine Flugreise kompensieren. Und genau das möchten wir auch unseren Kunden im Reisebüro zeigen. Denn bevor ein Kunde auf seine Flugreise verzichtet, würde er wahrscheinlich eher ein paar Euro mehr bezahlen, um den CO2-Verbrauch auszugleichen. Das ist super und ein erster sehr wichtiger Schritt in die richtige Richtung, denn so wird ein Bewusstsein für klimafreundlicheres Reisen erschaffen.  Mit nur 17€ für einen Hin- und Rückflug Hamburg-Mallorca-Hamburg kann der Flug von über 700kg CO2 pro Person auf atmosfair.de kompensiert werden.

Atmosfair ist eine Klimaschutzorganisation mit dem Schwerpunkt Reise und betreibt aktiven Klimaschutz mit der Kompensation von Treibhausgasen durch erneuerbare Energien.

Kian mit Johanna und Bernhard von atmosfair

Klar, in erster Linie ist es sinnvoll, CO2 zu vermeiden. Für viele Menschen ist das jedoch nicht denkbar, nie wieder fliegen zu dürfen. Allerdings hilft es schon, sich darüber zu informieren, wie man den Verbrauch zumindest reduzieren kann. Wenn sich der Flug zum Beispiel beruflich nicht vermeiden lässt, ist die Kompensation und die finanzielle Unterstützung von Klimaschutzprojekten der beste Weg.

Wohin ging dein letzter Flug? Teste doch mal hier CO2-Rechner.

Ein Hin- und Rückflug von Frankfurt nach New York kostet pro Person über 3600 kg CO2 – das klimaverträgliche Jahresbudget eines Menschen beträgt jedoch nur 2300kg. Hättest du gewusst, wie sich dein Flug auf das Klima auswirkt?

Ohne dieses Jahr geflogen zu sein, habe ich dennoch kompensiert. Anlass dazu war der Geburtstag meiner besseren Hälfte. Man schenkt sich in der Partnerschaft am Anfang ja noch ‚große‘ Dinge. Später sucht man dann verkrampft nach Geschenken, die man glaubt zu brauchen, bzw. die der Partner brauchen könnte. Aber irgendwie wollte ich zum eigentlichen Geburtstagsgeschenk noch etwas anderes schenken. Ich habe nach etwas Sinnvollem gesucht – und auf atmosfair gefunden: ein Holzvergaser-Ofen! 😊 Wir selbst benötigen zwar keinen, aber dafür Familien in Indien. Mit dieser Spende bzw. mit dem Zertifikat konnte ich Jens ein Lächeln ins Gesicht zaubern und einer Familie zu gesünderem Kochen und etwas mehr Geld verhelfen. Es fühlt sich so schön an, Gutes zu tun. 😊

Und wo ich gerade von ‚schön‘ schreibe: wie schön die zehnstündige Bahnfahrt in die Schweiz doch war! Ich schwelge in Erinnerungen. Vor zwei Jahren hätte ich mich nicht im Traum für solch eine Inforeise beworben. Ich bin (oder war) absolut keine Bahnfahrerin. Doch diese Bahnfahrt hat so viel verändert. Die Menschen, die ich kennengelernt habe, die Natur und die Orte, die ich gesehen habe, sind mir so positiv in Erinnerung, dass ich selbst jetzt beim Schreiben noch grinsen muss.

Hinzu kommt, dass ich positiv überrascht war, dass es möglich ist für schlappe 39€ mit einem Sparpreisticket der Bahn von Norddeutschland in den Süden der Schweiz zu fahren. Ich habe noch einen Zwischenstopp im wunderschönen Freiburg (Breisgau) eingelegt und dort übernachtet. So war bereits die Anreise absolute Erholung für mich. Von Freiburg war ich wirklich positiv überrascht, denn die Stadt ist ein Paradies für Menschen, denen zero waste, pflanzliche Ernährung, unverpackt – und das alles verhältnismäßig preiswert – am Herzen liegt.

Ich habe durch die Bahnreise die Schönheit der Nahziele (wieder) entdeckt und kann wirklich jedem empfehlen, das mal auszuprobieren und einfach mal Pause von der Flugreise zu machen 😊

In meinem und unserem Familienleben hat sich seit Anfang 2018 viel getan. Und auch, wenn der Weg manchmal steinig erscheinen mag, fühlt er sich richtig und gut an. Es ist für mich eine Bereicherung, diese Persönlichkeitsentwicklung durchzumachen und täglich Neues zu lernen und nicht bequem mit dem Strom zu schwimmen. Vor allem, nach neuen Wegen zu suchen, abseits der Trampelpfade, abseits der Massen. Es macht so viel Spaß und es ist unglaublich schön, andere Menschen zu inspirieren und zu sehen, wie sie neugierig werden, ihre Scheuklappen ablegen und ebenfalls nach links und rechts schauen. Klimaschutz kann wirklich Spaß machen – und hilft jedem einzelnen auf dieser Erde! 😉

Gesundes und bewusstes Leben wird hip

Vor einigen Jahren war das noch nicht wirklich das Thema und plötzlich tut sich so viel: Lebensmittelrettung, Vermeidung von giftiger Kleidung, Restaurants, die in ihrer Karte auch rein pflanzliche Alternativen anbieten, Unverpackt-Läden werden eröffnet: die Menschen ändern sich, denken um. Sie möchten bewusster und nachhaltiger durchs Leben gehen und Dinge hinterfragen, anstatt mit der Masse mitzulaufen. Menschen gehen auf die Straßen und demonstrieren für eine bessere Zukunft. Sie setzten ein Zeichen gegen Tiertransporte, gegen Massentierhaltung, gegen Wildtiere im Zirkus und halten Mahnwachen vor Versuchslaboren. Wo vor zehn Jahren ein paar hundert Menschen zusammenkamen sind heute tausende vereint. Es ist, als hätten sich Herzen geöffnet. Das Wort Mitgefühl wird nun stärker gewichtet. Raus aus dem Kopf und rein in das Herz.

Wissenschaftler haben einen Speiseplan vorgestellt, der die Gesundheit des Menschen und des Planeten gleichermaßen schützt.‚ schreibt das Bundeszentrum für Ernährung und zeigt, wie der Plan der Forscher aussehen könnte:

  • Die EAT-Lancet-Kommission hat einen Speiseplan erstellt, der die Gesundheit des Menschen und der Erde gleichermaßen schützen soll.
  • Der Konsum von Obst und Gemüse, Hülsenfrüchten und Nüssen müsste ungefähr verdoppelt werden, der Verzehr von Fleisch und Zucker dagegen halbiert.
  • Neben der veränderten Ernährungsweise müsste die Lebensmittelproduktion verbessert und Lebensmittelabfälle reduziert werden.
  • Der Report zeigt, dass es machbar ist, bis zum Jahr 2050 etwa 10 Milliarden Menschen auf der Erde gesund zu ernähren, ohne den Planeten zu zerstören.
Zu gut für die Tonne –
und genau richtig für Ofengemüse, Suppe oder Pizza 🙂

Ich möchte nun aber viel mehr auf das Thema Foodwaste/Lebensmittelverschwendung und Lebensmittelrettung eingehen, denn das ist tatsächlich ein großes Problem: wir schmeißen zu viele noch genießbare Lebensmittel weg. 

Das ÖKO-TEST Magazin 2/2019 nennt dazu die Zahlen des größten deutschen Marktforschungsinstituts GfK: 55kg Lebensmittel werfen die Deutschen lt. einer GfK-Studie von 2017 mit fast 7.000 Privathaushalten pro Kopf jedes Jahr in den Müll. Das Schlimmste daran: gut die Hälfte wäre noch genießbar und verwertbar gewesen.

Sehr interessant finde ich die Seite des Bundeszentrum für Ernährung, die sich ebenfalls dem Thema Lebensmittelverschwendung widmet:

‚Verbraucher verursachen mit einem Anteil von 52 Prozent von allen Bereichen der Wertschöpfungskette die meisten Lebensmittelabfälle. Umgerechnet waren das im Jahr 2015 pro Einwohner*in in Deutschland rund 75 kg – und fast 33 kg davon wären theoretisch vermeidbar.‘ Im Vergleich zur Zahl des Marktforschungsinstituts von 55kg Lebensmittel-‚Abfall‘ ist demnach das Problem zwar zwischenzeitlich kleiner geworden, aber dennoch zu hoch.

Hier kommst du zur kompletten Studie: Gesellschaft für Konsumforschung Studie 2017: Systematische Erfassung von Lebensmittelabfällen der privaten Haushalte in Deutschland

Bei der GfK-Studie kam heraus, dass vorrangig Obst und Gemüse entsorgt wurden. Dort heißt es: ‚Frisches Obst und Gemüse macht dabei jeweils 17,1%, Brot und Backwaren 13,8%, Milchprodukte 9,4% und Fleisch/Wurst/Fisch noch 3,7% aus. Nach frischem Obst und Gemüse stellt die Kategorie Gekochtes/Zubereitetes mit 16,2% den drittgrößten Anteil an den vermeidbaren Lebensmittelabfällen dar. ‘

 Gründe für die Entsorgung eigentlich verwertbarer Lebensmittel lt. der Studie:

‚Bei 57,6% der Abfallmenge derartiger Lebensmittel werden Haltbarkeits-Probleme als Haupt-Entsorgungsgrund angegeben. Hierbei handelt es sich um verdorbene/schlecht gewordene (36,6%), optisch unappetitliche/“alte“/nicht mehr schmackhafte (15,2%) oder um Lebensmittel, bei denen das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten wurde (5,8%).  Zweitgrößter Grund war, dass Lebensmittel entsorgt wurden, weil man zu viel gekocht (18,2%), oder auch zu viel auf den Teller aufgelegt (3,1%) hat. Derartige Speisereste machen demnach zusammen 21,3% der vermeidbaren Lebensmittlabfälle aus.  Der nächste wichtige Block sind Gründe, bei denen man aufgrund einer falschen Mengenplanung zu viel Menge gekauft hatte (11,9%). Die wichtigsten Ursachen hierbei bilden v.a. zu große Packungen (5,4%), Sonderangebote, die es nur für (zu) große Packungen bzw. beim Kauf mehrerer Packungen gibt (1,7%), eine falsche Planung beim Einkauf (2,6%). Unter „sonstige Gründe“ fallen häufig die “Unfälle“ (verbrannt oder versalzen, schmeckt nicht), oder auch eine falsche Lagerung.‘

Kennst du schon ‚Zu gut für die Tonne‘ ? Auf der Seite kannst du einen Wissenstest absolvieren, um herauszufinden wie gut du dich bereits auskennst zur Lagerung von Lebensmitteln, zum Verbrauch, etc. Ich dachte, ich wüsste schon ne Menge, konnte aber noch einiges dazu lernen – es lohnt sich!

Des Weiteren findest du dort einen praktischen Partyplaner. Du planst also ein Buffet und hast keinen blassen Schimmer, wieviel Essen du benötigst? Tadaa: Anzahl der Leute eingeben, Art des Essens (z.B. Fingerfood) und Dauer der Party – schon bekommst du das Ergebnis wieviel du von was bereitstellen musst, damit alle satt werden und nichts übrigbleibt. Grundsätzlich wird mit einer Menge von 800g pro Person gerechnet. Über foodsharing.de können Privatpersonen überschüssige Lebensmittel kostenfrei mit anderen teilen.

Foodsharing: Hier holen ehrenamtliche Lebensmitttelretter aussortierte oder übriggebliebene Lebensmittel bei Lebensmittelunternehmen ab und verteilen sie an gemeinnützige Einrichtungen oder an Privatpersonen. An den sogenannten Fair-Teilern – das sind öffentlich zugänglichen Kühlschränke oder Boxen  –  kann sich jeder kostenfrei bedienen. Hier kann jeder aktiv werden! 🙂

Kennst du bereits die App TOO GOOD TO GO? Ich finde sie außerordentlich praktisch und vor allem sinnvoll. Wenn du dir die App heruntergeladen hast, kannst du schauen, welche Restaurants, Lebensmittelgeschäfte, Bäcker, etc. in deiner Umgebung über diese App übrig gebliebene Lebensmittel anbieten. So kannst du für einen Bruchteil des eigentlichen Preises leckeres Essen bekommen und hilfst damit gleichzeitig gegen die Lebensmittelverschwendung zu kämpfen. Gute Hunger! 😉

Freundliche Mitarbeiter, super leckeres Essen – und zwar gerettet und damit nachhaltig 😉

Auf der Seite Lebensmittel wertschätzen bin ich zufällig auf das Startup ‚DingsDums Dumplings‘ aus Berlin gestoßen. Na klar – da mussten wir unbedingt ein Interview machen 😉

Die Idee der drei jungen Gründer ist sagenhaft gut – und super lecker. Sie retten Lebensmittel aus dem Groß- und Einzelhandel, die durch Überproduktion oder nah am Mindesthaltbarkeitsdatum oder durch eine unschöne Form oder Größe in der Tonne gelandet wären. Aus diesen Lebensmitteln machen sie Teigtaschen, also Dumplings. Eine geniale Idee, wie wir finden. Dings Dums Dumplings haben für ihre grandiose Idee sämtliche Auszeichnungen bekommen; zum Beispiel das Greentable-Siegel für Nachhaltige Gastronomie, Platz 2 als Deutschlands nachhaltigstes Gastrokonzept mit dem WeltverbEsserer-Preis 2019 und wurden mit dem Förderpreis des Zu gut für die Tonne! – Bundespreises für Engagement gegen Lebensmittelverschwendung 2018 ausgezeichnet.

Die Wand im kleinen Restaurant ist hübsch dekoriert mit sämtlichen Auszeichnungen!

Aktuell gibt es die Teigtaschen nur in Berlin zu kaufen, aber in Zukunft möchte das Startup ihre Teigtaschen auch online anbieten. Wir drücken dafür fest die Daumen!

Rettest du bereits Lebensmittel? Lass‘ es uns wissen! 😊

Wie wir uns gesund essen – und dabei auf nichts verzichten müssen!

Klingt das nicht toll? Leckeres Essen, ordentliche Portionen, die satt machen und das Ganze deftig oder süß – alles ist möglich, wenn wir die Schwerpunkte anders setzten.

Und nur mal angenommen, ein zusätzlicher Effekt wäre die Vorbeugung von schweren Volkskrankheiten wie Krebs, Diabetes Typ II, Herz- Kreislauferkrankungen, usw. Prävention statt Reaktion wäre doch super, oder? Und ob du es glaubst, oder nicht: es ist möglich!

Amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden, …und sind dann wieder reingegangen.

Okay, jetzt ernsthaft. 😉

Wissenschaftler beweisen es auf der ganzen Welt und Patienten erzählen aus ihrem Leben und wie sie quasi dem Tod von der Schippe gesprungen sind. Zudem war es auch nicht wirklich schwer. Sie brauchten dafür jedoch ein sog. AHA-ERLEBNIS. Denn warum sollte man etwas an dem ändern, was man jahrelang gemacht hat? Daher ist es eine Herausforderung: man muss sich gezielt mit Ernährung bzw. Nährstoffen in der Nahrung auseinandersetzen, sich weiterbilden und bereit sein, etwas für seine Gesundheit zu verändern.

Und nein, es geht hier nicht um irgendwelche Gurus oder Wunderheiler, sondern um ganz normale Menschen wie du und ich und um unsere und ihre Geschichten.

Unsere Ernährung macht uns krank

Unzählige Menschen sind schlecht ernährt, weil sie entweder zu wenig Essen haben oder zu viel und das Falsche. Aufgrund dessen sterben jedes Jahr rund elf Millionen Menschen vorzeitig. Um alle gesund zu ernähren, haben Wissenschaftler aus 16 Ländern die ‚Planetary Health Diet‘ entwickelt. Sie kann den Planeten (die Lebensmittelproduktion gehört zu den bedeutsamsten Verursachern von Treibhausgasen), als auch die Gesundheit der Menschen schützen. Die Hauptrolle spielt eine überwiegend pflanzliche Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten, die nicht nur gesund, sondern auch nachhaltig ist. Tierische Produkte wie Fleisch, Fisch, oder Milchprodukte können in geringen Mengen enthalten sein, jedoch sind sie nicht verpflichtend. Zwei weitere Punkte bezugnehmend auf die Gesundheit des Planeten sind Maßnahmen gegen die Lebensmittelverschwendung und für eine nachhaltige Lebensmittelproduktion. Hier gibt’s mehr Infos dazu.

Auch, wenn die Deutsche Gesellschaft für Ernährung eine vegane Ernährung nicht empfiehlt, weil sie – gerade anfangs – mit großem Aufwand verbunden ist, den sie wahrscheinlich der Mehrheit der Menschen nicht zutraut, sind sie sich mit der Deutschen Krebsgesellschaft hierüber einig:

  1. Die klassische westliche Ernährung führt häufig zu einer chronischen Erhöhung der Blutfettwerte. Dies führt auf zellulärer Ebene zu einer Art Entzündungsprozess, was die Tumorbildung begünstigt.
  2. Eine positive Wirkung lässt sich auch durch den vegetabilen Charakter der veganen Kost und den hohen Anteil von Sojaprodukten erklären sowie durch kalorische Restriktion.

‚Krebs ist die am meisten gefürchtete Krankheit unserer Zeit. Als Betroffene stellte ich mir die Frage: Warum werden manche Menschen wieder gesund und manche nicht, obwohl ihnen die gleiche Diagnose gestellt wird?‘ diese Frage stellte sich Julia Warkentin und fand‘ die Antwort nach vielen Recherchen. Das ist ihre Geschichte.

Die Umstellung auf eine vollwertige vegane Ernährung kann sich sehr positiv auf die Gesundheit auswirken und damit Krankheiten lindern; ja teilweise sogar gänzlich heilen. In jedem Fall erfordert es, dass man sich mit Lebensmitteln und Nährstoffen, die der Körper braucht, auseinandersetzt und diese in den Alltag integriert.

Essen ist soooooo toll! 🙂

Ich empfehle euch dafür auf jeden Fall vegane Kochbücher! Als ich anfing, mich pflanzlich zu ernähren, aß ich anfangs nur Pfannengemüse mit Nudeln, Reis oder Kartoffeln oder Brot mit Aufstrich und Salat. Furchtbar! Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie frustrierend es war und wie sehr mir Fleisch, Käse und Eier fehlten. Logisch – ich habe einfach etwas weggelassen, anstatt es gesund zu ersetzten.

Auf Fleisch zu verzichten war nicht schwer und als mir klar war, dass Eier ‚Hühnerperioden‘ sind, bekam ich sie auch nicht mehr runter. Die Sache mit dem Käse war schwer. Das liegt aber an den Morphinen. Käse ist wie eine Droge, die glücklich macht.

‚Käse besteht aus Milch und die hat einen hohen Gehalt an Casein. Aus dem Milchprotein entstehen während der Verdauung Casomorphine. Und es gibt auch einen evolutionsbedingten Grund dafür, dass Milch Casomorphine enthält: Durch diese wird die Bindung von Jungtieren an ihre Mutter gefördert. Zudem sättigt die Milch die Tiere nicht nur, sondern beruhigt sie auch. Auch Muttermilch enthält Casomorphine – allerdings in einer weit geringeren Dosis als Kuhmilch.
Im Käse sind die Casomorphine weit höher konzentriert als in der Milch. Grund dafür ist der deutlich höhere Gehalt an Milchfett und Milchprotein im Käse. Beim Menschen passieren die Casomorphine die Blut-Hirn-Schranke und binden sich an die Opioid-Rezeptoren des Gehirns. Diese Rezeptoren sind auch für den rauschähnlichen Zustand nach der Einnahme von Morphium verantwortlich. Folglich erzeugen auch Casomorphine eine drogenähnliche Wirkung: Der Blutdruck sinkt und das Schmerzempfinden nimmt ab. Dadurch stellt sich ein Zustand schläfriger Entspanntheit ein. Und: Unser Körper gewöhnt sich sehr schnell an diesen Zustand. Folglich wollen wir mehr davon – mehr Rausch, mehr Käse.‘

Mehr dazu bei kochbar.
Schaaatz, das Frühstück ist fertig! 🙂

Überlebt – Dank Ernährungsumstellung

Eine wohl allen bekannte Frau ist das Model Heather Mills (Exfrau von Paul McCartney). Heather Mills wurde 1993 von einem Polizeimotorrad angefahren und sehr schwer verletzt. Ihr linker Unterschenkel konnte nicht mehr gerettet werden. Nach fünf Monaten im Krankenhaus und einer Infektion, die immer weiter fortschritt, nahm sie den Rat einer Freundin an, die ihren Brustkrebs nach einer Umstellung auf vegane Ernährung heilen konnte. So entschied sich Heather auch ins Hippocrates Health Institut nach Florida zu gehen. Wie sie selbst im Interview mit Thomas von ‚The Habit Rabbit‘ sagt, war das Model mit ihren damals 25 Jahren sehr skeptisch und hielt solche Heilungsmethoden für verrückt. Nach drei Wochen vor Ort merkte sie, dass viele Menschen das Institut nahezu gesund verließen. Diabetes Typ II, Asthma, Akne und Hautausschläge konnten massiv reduziert werden. Auch ihr Bein konnte gerettet werden – ohne weitere OP. Heather hatte begriffen, dass es bei der vollwertigen veganen Ernährung nicht im Verzicht, sondern um Gewinn geht. Der Gewinn eines gesunden Körpers. Sie ist heute über 50, setzt sich für eine vegane Ernährung ein und hat sogar eigene Produkte entwickelt!

„Wir haben keinerlei Einfluss darauf, was in unserem Körper passiert, wenn wir Tierprodukte essen. Wir können nicht kontrollieren, wie Tiere in Großbetrieben gehalten werden. Wir können der Pharmaindustrie keine Vorschriften machen. Wir können die Medikamentengaben in der Tiermast nicht reglementieren. Aber wir können eines tun, das eine unglaubliche Rückwirkung hat: Wir können aus dem ganzen System aussteigen, indem wir unsere Ernährung ändern.“

Alexandra Kuchenbaur

In dem Buch von Alexandra Kuchenbaur geht es unter anderem um die wissenschaftlichen Zusammenhänge zwischen tierischer Nahrung, menschlichem Stoffwechsel und Krankheitsentwicklung. Hier könnt ihr eine Leseprobe machen.

 

Herz-Kreislauf-Versagen und Essstörung: goodbye

Kennst du das High-Class-Hotel Adlon in Berlin? Jens und ich haben dort kurz vor Kians Geburt ein Wochenende verbracht. Es war sagenhaft! Wer schon einmal dort war, weiß, dass allein das Frühstück Weihnachten und Geburtstag zugleich ist. Einer der Spitzenköche, der mal im Adlon gearbeitet hat, ist Timo Franke. Hier sein Imagefilm.

Ein Herz-Kreislauf-Zusammenbruch brachte ihn 2012 aus der Hotelküche direkt ins Krankenhaus, wo man ihm prophezeite, dass sein Übergewicht, seine fleischlastige, ungesunde Ernährung und sein stressiger Lebensstil als Koch in den Tod führen würde. Eine Ärztin riet ihm dazu, einfach mal vegan zu essen. Durch die Ernährungsumstellung reduzierte Timo sein Gewicht von 160kg bei 1,63cm Göße auf 80kg. Heute ist er ein veganer Spitzenkoch, der auf Veranstaltungen mit seinen Gerichten jeden Fleischesser begeistert und Genießer der Spitzenküche mit seinem Buch Vegan genießen inspiriert.

Hier erfährst du noch eine Geschichte. Sie ist erzählt von Catherine, die mit Sport und veganer Ernährung ihre Essstörung heilen konnte. 🙂

Die dürfen in keiner Küche fehlen

Alex nimmt Männern die Angst vor gesunder Ernährung

Er liebt deftige Hausmannskost und ist ein stattlicher Kerl. Wir haben ihn im Oktober 2019 in Berlin kennengelernt und hatten wundervolle Gespräche. 😊 Alex ist ein super sympathischer Typ: bodenständig, locker, aufgeschlossen, herzlich. Er hat sich alles im Leben selbst erarbeitet; ist Straßenbaumeister und hat bereits in jungen Jahren seine eigene Firma gegründet. Viel Arbeit und ungesunde Ernährung (zum Beispiel Pommes und Currywurst in der Mittagspause) – da streikt der Körper irgendwann. So hatte Alex bereits Ende zwanzig mit starkem Übergewicht und körperlichen Schmerzen zu kämpfen. Er durchlief einen Ärztemarathon und nahm Medikamente, jedoch brachte nichts den gewünschten Erfolg. So befasste er sich mit dem Thema Selbstheilung, was zwangsläufig zum Thema Ernährung führte und auch erklärte, woher die körperlichen Schmerzen kamen: tierisches Eiweiß. Überschüssiges pflanzliches Eiweiß kann der menschliche Körper einfach wieder abgeben; zu viel tierisches Eiweiß hingegen wird eingelagert. Es kann zu Entzündungen führen und entzieht dem Körper Mineralien, um die Giftstoffe des tierischen Eiweißes wieder abzubauen. Um das komplexe Thema Ernährung zu verstehen, machte Alex sogar nebenbei eine Ausbildung zum veganen Ernährungsberater. Heute ist er seit über sieben Jahren Veganer, hat 50 kg weniger auf den Rippen, fühlt sich fit und gesund und ist ein sehr gefragter Koch und Autor. Zusammen mit PeTA präsentiert er einige seiner grandiosen Rezepte zum Nachkochen auf YouTube und hat gerade sein zweites Kochbuch ‚Oberlecker‘ im GrünerSinn-Verlag rausgebracht. Wer gerne deftig und dabei gesund isst und ohne viel Schnick-Schnack saisonal kochen möchte, ist mit Alex‘ Büchern bestens beraten! 😉

Fazit: du hast nichts zu verlieren. Teste es einfach mal aus! Ein veganes Gericht am Tag oder ein ganzer Tag vegan pro Woche – oder direkt eine Kur, in der du dich vier Wochen lang vollwertig vegan ernährst. Du kannst immer wieder zurück, wenn du merkst, dass es nichts für dich ist. Aber gönne deinem Körper mal eine Pause von den tierischen Fetten und Eiweißen – es wird dir gut tun 😊

Alles Liebe und beste Gesundheit!

Die Vertrauensfabrik dient unter anderem als Diskussionsforum für Themen zu Mensch, Umwelt (Natur) und Arbeit. Die Themen können jeweils den einzelnen, als auch die Kombination aller drei Bereiche umfassen.

Ziel ist es, dass am Ende Thesen aufgestellt und bewertet werden. Die Bewertung soll durch die Masse (Community) und eines selektierten Expertenkreises erfolgen. Am Ende soll eine vereinfachte Gegenüberstellung der aktuellen Meinung (die der  Community und natürlich des Expertenkreises) die Entscheidung für deine Meinung erleichtern. Die Entscheidung triffst du schlussendlich selbst, doch hoffen wir mit unserem Diskurs deinen Weg dorthin erleichtert und dir auch etwas Zeit gespart zu haben.

Wir möchten dich zu nachhaltigem Handeln ermutigen und dir nachhaltige Firmen und Produkte vorstellen.

Wir möchten dich zu nachhaltigem Handeln ermutigen und dir nachhaltige Firmen und Produkte vorstellen.

🙂

Wir danken dir für dein Vertrauen 

P.S.:
Auf unseren Seiten erwähnen wir Produkte und andere Firmen die teilweise auch mit Links versehen sind. Dies kann man als Werbung betrachten, die entweder unbezahlt ist oder Dich direkt zu Shops von Unternehmen führen, wo Du das Produkt direkt erwerben kannst. Hierfür erhalten wir gegebenenfalls eine Provision. Für Dich wird dadurch das Produkt nicht teurer und Du unterstützt somit unser Familienprojekt ohne Folgekosten. Wir bewerben nur Produkte hinter denen wir wirklich stehen und sind offen für jeden Diskurs.

Wenn Du genauere Informationen hierzu erhalten möchtest, so kannst DU uns gerne kontaktieren.